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X Collection 



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Offener Brief 



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An die Leitungen und Mitglieder alter Jugendverbdnde in Westdeutschland. 



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UehGmmde! 



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Unsere Zukunft — unser nacktes Leben — ist auf das starkste bedroht. In Briissel haben die Atlantik-Pakt-Machte 
die Aufstellung deutscher Truppenverbande beschlossen. Wir, die deutsche Jugend, sollen als Soldner in einem 
neuen verbrecherischen Weltkrieg die Kastanien fur fremde Interessen aus dem Feuer holen! 

Wozu denn sonst sollen wir wieder eine Uniform anziehen, wieder marschieren und schiefien. 

Wozu denn sonst versucht man uns mit alien Methoden der Propaganda fur das Militar reifzumachen! 

Die Jugend in alien Teilen unseres Vaterlandes ist sich aber einig in der Ablehnung jeder Aufriistung und Remili- 
tarisierung. Jugendbelegschaften, Leitungen und Gruppen der verschiedensten Jugendverbande, Einzelpersonlich- 
keiten und hunderttausende junger Menschen auf grofren Jugendtreffen haben diesen ihren Friedenswillen unmifi- 
verstandlich zum Ausdruck gebracht. 

Die Feinde des Friedens fiirchten diesen Friedenswillen der Jugend. Deswegen verschleiern sie ihre wahren Ab- 
sichten und versuchen uns mit ihrem Schlagwort „Westdeutscher Beitrag zur europaischen Verteidigung" zu 
tiiuschen; uns so den Kommifi und den „Heldentod" schmackhal't zu machen. 

VerteidigUllg? Wer greift uns denn an? Wer will denn den Krieg? 

Vielleicht die Deutsche Demokratische Republik, 

wo die Jugend mit einer uns fast unvorstellbaren Begeisterung darangeht, die Wissenschaft und die Kultur zu 
meistern, um den groBen 5-Jahrfriedensplan zu verwirklichen, der der Bevolkerung einen hoheren Lebensstandard 
als je zuvor sichern wird? Der Teil Deutschlands, dessen Ministerprasident die Bonner Regierung im Interesse des 
Friedens zu gemeinsamen Beratungen iiber alle Lebensfragen unseres Volkes eingeladen hat? 

Nein! 

Vielleicht die Volksdemokratien, 

wie Polen, dessen Stadte im letzten Krieg fast vollig zerstort wnrden, das seehs Millionen Tote beklagt und heute 
Wunder des friedlichen Aufbaus vollbringt? 

Nein! 

Oder gar die Sowjet-Union, 

deren briiderlich vereinte Volker begonnen haben in riesigen Projekten die Umgestaltung der Natur zu erzwingen, 
um Wiistengebiete, grofier als Deutschland in fruchtbares Land zu verwandeln? Das Land, das keine Arbeitslosig- 
■keit, keine Krisen, keinen Rassen- und VolkerhaB kennt? Das Land, dessen Regierung wiederholt den Abschlufi 
eines Friedensvertrages und den Abzug aller Besatzungstruppen aus Deutschland gefordert hat und immer wieder 
zur Verstandigung zwischen den Groftmachten aufruft? 

Nein! 

In Korea haben sich die Kriegstreiber vor aller Welt selbst entlarvtl 

Stehen denn koreanische Truppen auf amerikanischem Boden — oder sind amerikanische Divisionen in Korea? 

Bombardieren denn koreanische Flugzeuge New- York, Washington und Chikago — oder toten amerikanische 
Superfestungen die Frauen und Kinder von Sinuiji, Phoengjang und Soul? 

Wollten denn sowjetische Truppen an die Grenzen der USA — oder wollte McArthur im Auf trag der WaUstreet 
Kriegstreiber an die Grenzen Chinas und der Sowjet-Union? 



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Offener Brief 

An die Abgeordneten des Bundestages. 



X-00 £39 




Mr geetym 96emn! 



9* OCT 



Bestimmten Aufierungen fiihrender Politiker des Bundestages und der^BTrndesregierungjsLzji entnehmen, daB 
sowohl im Bundestag als audi in der Bundesregierung heute falsche und irrige Vorstellungen iiber das Wollen, 
die Lage und die Forderungen der jungen Generation bestehen. 

Das kommt unter anderem darin zum Ausdruck, dafi die Bundesregierung in der jiingsten Vergangenheit, im 
Widerspruch zur eindeutigen Willensaufierung der deutschen Jugend, die Remilitarisierung, die doch der Jugend, 
den Tod bringt, als Inhalt ihrer Regierungspolitik und als den einzig gangbaren Weg zur Cberwindung der gegen- 
wiirtigen Notlage der Jugend ansieht. 

Die dabei in der Politik der Bundesregierung angestreble Gleicbberechtigung in der sogenannten Atlantik-Armee 
gilit keine Gleichberechtigung zum Leben, sondern eine Gleicliberecbtigung zum Sterben. Dabei kann man bereits 
heule die Gewiftheit haben, daB in erster Linie die deutscbe Jugend verbluten soil. Angesichts dieser Tatsache 
ist in der deutschen Jugend der Verdacbt aufgekommen, dafi durch den sogenannten Bundesjugendplan diese fiir 
unser Volk so verderblichen Bestrebungen gefordert werden sollen. 

Wir halten es daher fiir zweckmaBig, Ihre Aufmerksamkeit auf die Tatsache zu lenken, daB die junge Generation 
im Westen Deutschlands wohl bereit ist, etwaigen Bestrebungen der Bundesregierung zur Herbeifuhrung der fried- 
lichen Vereinigung Deutschlands und damit zur Sicherung des Friedens zu folgen, daB sie jedoch keinesfallg 
bereit ist, mit der Bundesregierung Wege zu beschreiten, die in die Katastrophe eines dritten Weltkrieges fiihren. 
Die bisherige Politik der Bundesregierung ist an der Notlage der Jugend vorbeibegangen. Wir sind der Ansieht, 
dalJ der Vorschlag des Bundeskanzlers Dr. Adenauer, junge Franzosen und junge Deutsche auf einer gemeinsamen 
Mililiirakademie auszubilden, nicht den Interessen des deutschen Volkes und seiner Jugend entspricht. Diese gemein- 
same Militarakademie dient lediglich der Kriegsvorbereitung. Die deutsche Jugend aber wunscht kein neues Volker- 
morden. 

Angesichts der iiber 900 000 arbeitslosen jungen Menschen und der katastrophalen Lage der studierenden Jugend 
kommt es vielmehr darauf an, den hunderttausenden arbeits- und berufslosen Jugendlichen Westdeutschlands 
Arbeits-, Ausbildungs- und Aufstiegsmoglichkeiten zu schaffen. 

In iinmer starkerem Umfange treten breite Kreise der Jugend AVestdeutschlands fiir die Erfiillung folgender For- 
derungen ein: 

1. Alle Einrichtungen, die der Remilitarisierung dienen und den Interessen der Jugend und des gesamten deut- 
schen Volkes widersprechen, sind sofort zu verbieten und aufzulosen. 

a. Das Mitbestimmungsrecht der Jugend in den Betrieben, Lehranstalten und alien offentlichen und privaten Ein- 
richtungen ist sofort zu gewahrleisten. 

3. Die grofle Arbeitslosigkeit und Berufsnot unter der Jugend ist durch geeignete MaBnahmen zu beheben und 
das Recht auf Arbeit und eine griindliche Berufsausbildung ist jedem Jugendlichen zu gewahren. 

4. Die Arbeitsbedingungen fiir Jugendliche sind im Interesse der Gesunderhaltung der Jugend neu zu regeln. Des- 
halb darf die Arbeitszeit fur Jugendliche pro Tag sieben Stunden nicht iiberschreiten; Nachtarbeit und Uber- 
stunden der jungen Menschen bis zum 1 8. Lebensjahr sind zu verbieten und den Jugendlichen ist ein vollbezahlter 
Erholungsurlaub von 24 Tagen zu garantieren. 

5. Unabhangig von Alter und Geschlecht ist fiir gleiche Arbeit gleicher Lohn zu zahlen. 






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Weltjugendfeftfpiele 1951 



IN BERLIN 



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FESTLI CHER AUFTAKT 

der Vorbereitungen fiir die 

WELTJUGENDFESTSPIELE 

mit auslandischon Gaston, Sing-, Spiel- und Sportgruppen der Jugend 



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am 11. FEBRUAR 1951, 15-18 Uhr, im 



Zirkus Bugler, Essen 



Henwsg#b«r; J Organ Barton, Hamburg. 



B«gln«nlcamp 



«heir..-W«lf. VeDodVudtcrw, Dunefdorf 



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Es geht urns nackfe Leben! 

Die Adenauer - Regierung will die Volksbefragung fur den 
Abschluss eines Friedensvertrages verbieten. Also will sie 

keinen Frieden! 

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Die Adenauer - Regierung will die Volksbefragung gegen 
die Remilitarisierung unterdrucken. 

Also will sie die Remilitarisierung! 
Die Remilitarisierung aber bedeutet Krieg! 

Es geht um das nackte Leben jedes Einzelnen! 

Da rum wer den wir nicht schweiqen. Wir werden unser Volk 
"Tio^arenaira-nigTni^clen-Treg rund sturzen l asseni 

Jeder ehrliche Mensch - in jedem Haus, in jedem Dorf, in 
jedem Befrieb - erheb* jefzt lauf seine Slimme 

gegen die Remilitarisierung Deutschlands - 

fur den Abschlufc eines 

Friedensvertrages im Jahre 1951! 

Jeder stimmt mil JA bei der Volksbefragung! 



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Warum 



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STIMMT 

JEDER 

FRIEDLIEBENDE DEUTSCHE 



MIT 



Ja? 



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Trine machtiae Bewegung geht durch Deutschland. Sie macht weder vor 
zren^noch vor llndertenzen halt, sie hat die Deutschen in, Osten und 
Westen, im Norden und Sttden unserer Heimat erfaflt Diese Bewegung kum- 
mert s"ch nicht um Partei- oder Weltanschauung des einzelnen, jeder der zu 
to stSder sich zu to bekennt, hat nur die grofie Verpflichtung, den Fne, 
den zu wollen und fiir ihn einzutreten. 

1700 Friedensfreunde aus alien Teilen Westdeutschlands, Angehorige und De- 
eSrte vTeler Parteien und Organisationen,Frauen und Manner aus den ver- 
cSedenlten .ozialen Schichten und mit ihnen viele Jugendhche, hat en .sich 
Ende Januar in Essen zusammengefunden, um uber die wrchtigste Lebens- 
fragedLdeutschen Volkes, uber die Sicherung des Friedens «^ 
geeignete Maflnahmen zur Erreichung dieses Zieles ZU ergreto, Der Kon- 
ereB^andte sich an die Bonner Regierung und forderte d,ese auf, emejolks- 
bSaSng gegen die Remilitarisierung Deutschlands und fur den Abschlufi 
eines^rildensvertrages mit Deutschland im Jahre 1951 durchzufuhren Im 
^ ^f.h P n linne richtete der Kongrefi einen Aufruf an die gesamte Bevolke- 
^eKTJKS^d besfndere Aufrufe an die Ge werkscha ften an 
*e Frauen und Mutter, an die Bauern, die Umsiedler, die Jugend sowie an 
ehemalige Soldaten und Offiziere. _ _ 

Der Gedanke der DurcMuhrung einer Vojksbefragung fan B be, <£*^«Jj£ 
rung starken Widerhall. In zahlreichen Versammlungen. ,n Betneben, Dor 




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X-00 2 59 

Friedenskampfer in den Kerkern Adenauers 
und Reuters! 



Das ganze deutsche Volk 
sagt mit euch 



Ja 




zum Frieden! 



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Auf der 8. Tagung des Nationalrates der Nationalen Front des 
demokratischen Deutschland am 7. Mai 1951 in Berlin ergriff 
Herr August Krause aus Bochum das Wort. Er ist Invalide und 
war acht Monate wegen Verteilung von FriedensflugblHttern in 
der „Demokratie" Adenauers eingekerkert. Seine von unge- 
brochenem Kampfesmut zeugenden Ausfuhrungen sind uns alien 
Mahnung und Verpflichtung, den Kampf fiir die Erhaltung des 
Friedens unter Aufbietung aller Kriifte zu fuhren. Was wir heute 
durch die Verfolgung Adenauers zu leiden haben ist ein Nichts, 
gemessen an dem. unermepiichen Grauen und Elend, das der 
geplante amerikanische Krieg uber uns bringen wiirde. Die 
Volksbefragung ist die beste und gerechteste Sache, fur die sicft 
das deutsche Volk einsetzen kann. Unsere Bruder in den Kerkern 
der Adenauer-Diktatur mahnen uns, nie im Kampf fiir diese 
■ grofie Sache nachzulassen. 
Der Frieden wird den Krieg bezwingen. 
Die Ausfuhrungen des Friedenskampfers aus Bochum haben 
folgenden Wortlaut: • 

Der Kampf ftir den Frieden ist eine Lebensfrage des ganzen deutschen 
Volkes, und darum habe ich mich standig fiir diesen Kampf zur Verfiigung 
gestellt und fur die Sicherung und Erhaltung des Friedens eingesetzt. 
Dag ist nlcht erst jetzt mein Entschlufl, sondern schon nach dem ersten 
Weltkrieg habe ich den Kampf gegen den Krieg gefuhrt. Das beweist mein 
Kampf gegen den Faschismus. Wenn wir damals auch schwer verfolgt und 
drangsaliert wurden und in den Kerker gehen mufiten, ist doch unser 
Kampfgelst nicht gebrochen worden. 

Trotz des schrecklichen Krieges, der groBe Schaden angerichtet und vieles 
zerstBn hat, was das deutsche Volk mit viel Mtihe aufgebaut hatte, sind 
wir heute, sechs Jahre nach diesem grausamen Krieg, schon wieder so weit, 
daB Deu^chland an der Aufriistung der Westmachte teilnimmt 



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beginnt! 




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Der Aufruf zur Vorbereitung der Volksbefragung 

gegen die Remilitarisierung und fur einen Priedens- 
vertrag mit Deutsdiland im Jahre 1951 hat die 
Zustimmung der breitesten Kreise der Bevolkerung 
gefunden. 

So versammeltcn sicfa am 28. Januar 1951 in Essen 
1700 Delegierte, so wurde am 14. April 1951 der 
HauptaussdiuB fiir Volksbefragung geschaffen, dem 
ReprSsentanten aller Schichten der Bevolkerung 
angehoren und dessen Beschlusse die begeisterte 
Zustimmung aller Mensdien fanden, die Ihr Vater- 
land and den Friedea lieben. In Frankfurt/Main 
machte sich eine Konferenz von fiber 1000 Mit- 
gliedera und Funktionaren der Sozialdemokratischen 
Partei im Namen der Mehrheit aller Sozialdemo- 
kraten Westdeutsdilands die Forderung nadi der 
Volksbefragung zu eigen. An der Europaisdien 
Arbeiterkonferenz nahmen 400 Vertreter der deut- 
schen Arbeitersdiaft aus westdeatsdien Betrieben 
teil. Auf der Bauernkonferenz Tom 22. April in 
Kassel erhoben 730 Bauem and Agrarwissen- 
schaftler namens der ganzen Bauernschaft die 
Forderung: 



Wir wollen unsere Acker in Frleden 



Namhafte Personlichkeiten des deutsdien Geistes- 
lebens erklarten si* «uf dem KulturkongreB in 
ABmannshausen im Interesse der Erhaltung der 
deutsdjgn Kultur fur die Volksbefragung. In Rhein- 
land-Tfalz wurden im Verlaufe von nur drei Tagen 
mehr als 61 000 Untersdiriften gegen die Remilitari- 
sierung und fur den AbschluB eines Friedens- 
vertrages abgegeben. Damit ist eindeutig erwiesen, 
daB die Forderung nadi der Volksbefragung die 
umfassendste und elementarste Bewegung der west- 
deutscfaen Bevolkerung selt Jahrhunderten darstellt. 

Entgegen des Lebensinteressen onseres Volkes 
babes die auslandisdien and lnlandlsthen Rfistungs- 
magnaten und Kriegsinteressenten die Hetze gegen 
die Volksbefragung entfadit. Aw Furdit vor der 
MeinungsauBerung des Volkes hat die Regierung 
Adenauer das Grundgesetz gebrochen und eta Ver- 
bot der Volksbefragung erlassen. Wir crklaren 
f eierlich. daB ein soldier Beschlafi der Bun- 
desregierang keinerlel Gfilflgkeit 



besitzt end ins nlcht b!ndet. Dens ter 
basiert auf offenkundigem Rechtsbrucn, auf der 
Vergewaltigung des elementarsten demokratisdiea 
Rechts der Burger der Bundesrepublik, fhre Meinung 
frei zu auBern. 

Die im Grundgesetz zugesidierte Freiheit der 
Personlidikeit beginnt mit der Freiheit des Bur- 
gers, selbst fiber Frleden Oder Krieg zu ent- 
scheiden. • 

Die Begrfindung des Verbots mit Artikel 9 Ahs. Z 
des Bonner Grundgesetzes ist betriigerisdi; denn die 
Volksbefragung verstoBt weder gegen irgendein 
Strajqesetz nodi gegen die verfassungsmaBige Ord* 
nung. Die Begrfindung ist ein Hohn auf den Sinn 
des Artikels 9 Abs. 2, der die Tatigkeiten verbietet, 
die sich .gegen den Gedanken der Volkerversjtan- 
digung richten". Darum haben weder Dr. Adenauer 
und Dr. Lehr das Recht, eine Volksbefragung zu ver- 
bieten, nodi Dr. SriintciA a nnj yi phnor das RechU 
das Verbot zu forrlern. 

Die Volksbefragung bedeutet nichts anderes 
eine freie demokratiscbe Willenskundgebunjf 
des deutschen Volkes. 

Die Behauptung der Feinde des Frledens. die 
Volksbefragung sei eine kommunistisdi gesteuerte 
Angelegenheit, wird tdion durdi die Tatsadhs 
widerlegt, daB der ehemalige Bundesminister 
Dr. rieinemann als erster Minister es nidit mehr mit 
seinem Gewissen vereinbaren konnte, weiter einer 
Bundesregierung anzugehoren, die die Remilitari- 
sierung vorbereitet, ohne das Volk dariiber za 
befragen. Wie kSnnte eine Bewegung kommunistisdi 
•ein, die nachgewiesenermafien von mindestens 
85 Prozent der Bevolkerung Westdeutsdilands ge- 
tragen wird? 

Jeder recbtlich denkende Burger muff mit Em»» 
pdrung vernehmen, daft Dr. Adenauer nn* 
Innenminlster Dr. Lehr ohne Abstimmung des 
Bundestages den Verfassungsbrudi durdifuhr- 
ten und damit den Weg zur Diktaturbeschritte% 

Wir erklaren hn BewuBtsein der vollen VeranS- 
wortlichkeit fiir das Schicksal unsere*. Volkes pat 



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Poliiei macht 



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Wo? In der Ostzone? Nein, liebe Leser, denn gerade 
dorthin, ; in die Deutsche Demokratische Republik, 
waren Tausende Kinder von Arbeitern und Erwerbs- 
losen aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und 
Schleswig-Holstein in Ferienlager des Freien Deut-- 
sohen Gewerkschaftsbundes zu einem vierzehntagigen 
Erholungsurlaub eingeladen. 

Aber bier, in Adenauers Dollar-Demokratie, hat der 
renzschutz" in der Zeit vom 7. bis 14. Juli 1951 Jagd 
luf diese Kinder gemacht, als sie zur Erholung in die 
Deutsche Demokratische. Republik fahren wollten. 

Diese Ferientransporte bestanden, aufler den Beglei- 
tern, nur aus Kindern im Alter von 6 bis 14 Jahren. 
Alle waren im Besitz der Papiere, die fur einen Uber- 
tritt uber die leider noch immer bestehende Zonen- 
grenze notwendig sind. Und da faseln die Bonner 
Kriegsschreier von einem „Sturm der FDJ auf die 
Zonengrenze" ! 

Frohlich und lachend fuhren diese Kinder von Hause 
ab, um zwei Wochen der Erholung und der Freude 
in der Deutschen Demokratischen Republik zu ver- 
bringen. Dem „Innenminister" Lehr gelang es mit 
Hilfe Tausender Polizeibeamten, durch diese „bisher 
groBte Polizeiaktion nach dem Kriege" (wie es in 
bundesrepublikanischen „Kriegsberichten" heifit), diese 
erwartungsfrohe Stimmung in Tranen der Ent- 
tauschung und der Verbitterung zu verwandeln. 



Mit den Worten „Ihr seid alle Verbrecher" wurden 
in Oldenburg diese jungen Menschen, denen. all unsere 
Liebe und Sorge gelten sollte, auf Uberfall- und Be- 
rcitschaftswagen der Einsatzpolizei im wahrsten Sinne 
des Wortes verladen. Das war tatsachlich die erste groBe 
Ubung des sogenannten Grenzs<fiutzes, den Lehr ate 
Tell der amerikanischen Soldnerarmee aufgestellt hat. 







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Ferietiheime/piT die Schuljugend 






Aufruf ziir 







HeIgoland-Hationa!spend{i DD ,„ 



@e6goioHd - faitige* Hatidl 



Heimat der Helgoiander, Sf atle derErholung, 
Wegweiser der Sdiiffahrt, Nothafen der Fischer, 
Insel der Wissensdiaft und Forschung, das war 
Helgoland und das muB Helgoland wieder seinl 

Die Liebe und Sorge des deuischen Volkes 
nmgeben dieses deulsche Klein od in der Nordsee. 

Nodi immer fallen Bomben auf Helgoland' 
nodi finden die Gebeine derToten auf Helgoland 
keine Ruhe! 

Mil bitterem Groll empfindef jeder Deutsche 
das maBlose Unrecht, daB Helgoland noch 
immer geschandel und zersldrt wird. 

Kein Volk wird dazu schweigen, wenn Teile 
seiner Heimat sinnlos vernichtet werden. 

Das darf nicht mehr seinl 

Helgoland braudit den Frieden wie unser 
ganzes deutsches Vaterland! 

Mit Leidenschaft wendet sich das deufsche 
Volk gegen die Verwendung Helgolands als 
Bombenziel.Es will auf deutschem Boden keine 
Kriegsvorbereitungen und keine Wiederauf- 
rustungl 

Das deufsche Volk forderf, daB nodi in 
diesem Jahre der Friede hergesielll wird und 
die Reditlosigkeit aufhortl Es will, daB seine 
Meinung fiber die Remilifarisierung gehort wird. 

Frieden ist dietiefeSehnsucht des deufschen 
Volkes; das den Krieg haBt und friedlidi leben 
und aufbauen will! 

Helgoland mull wieder aufgebaol werden I 

Helgoland muB dem Leben wiedergegeben 

werden! 



Wie jeder ehrliehe und aufrechfe Mensch 
dem zu Unrecht Verfolglen Schutz gewahr! und 
Hilfe bietet, so ist das deutsche Volk von der 
Bereilsdiaft erfflllt, Helgoland zu sdifitzen und 
ihm zu helfen! 

Immer wieder Ianden fapfere deutsche 
Jungen und Madchen mit dem Einsatz ihres 
Lebens unter Bomben auf Helgoland. 

Sie wollen den Frieden fur Helgoland 
erzwingenl 

Voller Begeisterung begruBt das deutsche 
Volk ihre Tatl 

Harte Urteile britischer Gerldite bredien 
nicht den Willen der deutschen Jugend, 
Helgoland wieder aufzubauen. Denn es gibt 
kein Recht, das Deutsche daran hindern kann, 
die deutsche Insel Helgoland zu betreten. 

Helgoland ist das Symbol des Kampfes 
um den Frieden und um unser nationales Recht! 

Helgoland kann und muB sofort wieder 
aufgebaut werden 1 

Allen voran geht die deutsche Jugend. Ein 
groBes Zeltlager in diesem Sommer soil die 
ersten Vorausselzungen zum Aufbau schaffen. 

Nodi uor den Herbststurmen soil Helgoland 
wieder schiitzender Hafen sein! 

Noch vor dem Winter sollen Ha user 
wieder hergeriditet sein, damit die ersten Hel- 
golandfamilien das Weihnaditsfest im Lichter- 
glanz in ihrer Heimat feiern kdnnen. 

Wir rufen alle Deutschen auf in Nord und 
Sud, in Osf und West: 



Belfel Helgoland! Helil den Helgolandernl 

Spendet fur den Aufbau Helgolands! Sammelt in Belrieben nnd Bnros! 
Jeder gebe seinen Beilrag zum Anlban Helgolands! Benlsdte, der Anlban 

Helgolands ist nalionale Tat! 

Helgoland den Oenlsdien! - Helgoland dem Frieden! 

r Deut&t&e (Rewegimg Qe&g&£tmd f 

Hamburg- Ailona, Stresemannstrafie 108 b 

Spenden kdnnen eingezahlt werden an 
DfiKsrfse Bewegnng Helgoland, Haroburg-AltoDa Poslseheckkonto Hamburg 82 25 



Ver-intwortJldi; Margretb Hlxth, Hambuig. 



Drudii Al«iei-Orudi GmbH., Hambvigt 



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Wo lcbt man besser unci billiger? 

Je grbBer die Erfolge der friedlidien Aufbauarbeit in der Deutsche!) Demokratischen Republik werden, am 
so mehr furditen die USA-Kriegstreiber und i'hre deutsdien Heifer die Auswirkungen dieser fur jeden sicht- 
baren Verbesserungen auf das Denken und Handeln der westdeutschen Bevblkerung. 

Kern McCloy uud kein Adenauer konnen heute noch die sidi standig verbessernden Lebensverhaltnisse in 
der Deutschen Demokratischen Republik Ieugnen und den hbheren Lebensstandard in der Deutschen Demo* 
kratischen Republik gegeniiber dem Lebensstandard in Westdeutschland verheimljdien. 

Mit Apfelsinen, Zitronen und Bananen 

gelang es ihnen zwar, kurze Zeit bei den Mensdien in Westdeutschland uber die Folgen der Marshall-Plan-, 
d. h. Remilitarisierungspolitik, Illusionen zu erwecken. Diese Illusionen sind jedoch inzwischen verflogen. 

Geblieben sind Arbeitslosigkeit, Preissteigerung, Steuererhohung, 
standige Senkung des Lebensstandards nnd Elcnd und Not fur 
Miliionen Mensdien. 

Jetzt finden die alten Verdrehungen liber den Osten, da sie den Tatsachen offenkundig widersprechen, in 
Westdeutschland immer weniger Glauben. 

In der Deutsdien Demokratischen Republik aber ist die Zeit der 
Erfolge gekommen. 

Wie sieht also ein wahrer Vergleich zwischen den LehenshaItungsk.osten in der Deutsdien Demokratisdien 
Republik und in Westdeutschland aus? Die Antivoft auf dieseFrage erhalten wir bei einerGegeniiberstellung 
der Lebenshaltungskosten fiir die Familien zweier Facharbeiter, von denen eine in der Deutschen Demo- 
kratischen Republik und die andere in Westdeutschland lebt. Zu jeder der beiden Familien gehbren zwei 
Kinder im Alter von 5 bis 9 und 9 bis 15 Jahren. Zugrunde gelegt sind die Lebensmittelrationen in der 
Deutschen Demokratischen Republik; bei dem Mann die der Grundkarte mit Zusatzkarte C, bei seiner Ehe- 
frau die der Grundkarte. 

Da Brot und Nahrmittel, Kartoffeln und Gemiise in der Deutschen Demokratisdien Republik nicht mehr 
bewirtschaftet werden, sind als Verbraudissatze die ehemaligen Satze der Lebensmittelkarten angenommen, 
die nach iibereinstimmender Meinung den Bedarf deckten. 

Fiir diese Lebensmittel also entstehen der Familie des Kollegen in der Deutsdien Demokratisdien Republik 
monatlich folgende Ausgaben: 



52 kg Brot, je kg 0,56 DM .......;..., 

6 kg Nahrmittel, je kg zu einem Durchsdinittspreis von 1,34 DM 

5V4 kg Fleisch (einschl. Wurstwaren), je kg zu einem Durchschnittspreis von 3, — DM 

4'A kg Fett (Vs Butter, je kg 4,20 DM, V» Margarine, je kg 2,30 DM, Vs Schladitfett, 
je kg 2,86 DM . 

6V4 kg Zucker, je kg ],08 DM . . 

7V2 Liter Vollmilch, je Liter 0,26 DM . . . . . . . . . , .,~v . . . . . 

7Va Liter Magermilch, je Liter 0,14 DM 

IV2 Zentner Kartoffeln, je Zentner 5,50 DM 

20 kg Obst und Gemiise, Durchschnittspreis je kg 0,54 DM 10,80 



DM 

29,12 

8,04 

15,75 



13,26 
6,75 



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1,95 
1,05 
8,25 




ergibt insgesamt 94,97 

Die Durchschnittspreise fiir Fleisch sind hierbei aus den Preisen fiir je ein kg Rind- und Schweinefleisch 
80 wie versdiiedener Wurstsorten erre.chnet, die der Nahrmittel aus den Preisen fiir je ein kg Weizenmehl, 
Teigwaren, Haferflocken, GrieB und verschiedener Hiilsenfriichte. Die gleiche Berechnung wurde audi 
fiir die westdeutschen Lebensmjttelpreise angewandt. ■ ; I ■'■'. " ' ' 















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Was bedeutet die 



Remilitarisierung 
•3 Wesfdeufschlands? 

Es gibt leider Deutsche, die glauben, es handele sich bei der Remilitarisie- 
rung nur um Truppenkontingente und urn die Zahl der Waffen. Das Pro- 
gramm der Remilitarisierung, wie sie von Adenauer, Bliicher, Reuter, 
Schumacher, Guderian usw. begriindet und durchgefiihrt wird, ist jedoch 
mehr. Es ist das Programm der Wiedererrichtung des deutschen Imperia- 
lisimus. 

Remilitarisierung 

das ist die Schaffung einer weetdeutschen Armee und Luftwaffe nach den 
Planen, die im Einvernehmen mit General Eisenhower vom militarischen 
Stab in Bonn festgelegt wurden. 

Remilitarisierung 

in Westdeutschland — das ist RevanchepoUtik. Das heiBt Vorbereitung 
des Krieges zur Eroberung von Gebieten anderer Staaten, wie Westpolen, 
das Sudetengebiet usw. 

Remilitarisierung 

das ist die Entfachung des Hasses gegen die friedliebenden V61ker, vor 
allem gegen die Sowjetunion, gegen die Deutsche Demokratische Republik 
und gegen die volksdemokratischen Lander. 

Remilitarisierung 

das ist die Wiederherstellung der Macht der Rustungsmonopole und 
Banken, die Wiederherstellung der Macht der Herren des Hitlerschen 
Riistungsrates. 

Remilitarisierung 

das ist die Durchffihrung des Schuman-Plans, des Plans der Rustungs- 
produktion im Interesse der Ausrustung der westdeutschen und west- 
europfiischen Armeen General Eisenhowers. 



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Und warum morgen nicht mehr? 

Weil die Remilitarisierung f inanziert werden 
muB, weil der neue Krieg jetzt schon Milliar- 
den Summen verschlingt. Darum steigen die 
Preise fur Lebensmittel, Sdiuhe, Textilien. 
Darum werden die Gebiihren f iir Gas und 
Licht erhoht. Darum gab es im Winter nicht 
genug Hausbrandlcohie. 



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#7 



Bitte lesen und weitergeben! 
Denkt an die Worte~August Bebels: 



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„Diesem System keinen Mann nnd keinen Groschen!" 



Am 7 Mai 1951 trat der Nationalrat der Nationalen Front des 

demokratischen Deutschland in Berlin zu seiner 8 Jagung zu- 

sammen. Einziger Tagungspunkt war die Frageder Volksbefragung 

■ gegen die Remilitarisierung Deutschlands und fur den AoscnlujS 

eines Friedensvertrages mit Deutschland im Jahre 1951. 

Der nachstehende Diskussionsbeitrag des westdeutschen Soziai- 

demokraten Karl Meinecke ruft alle Sozialdemokraten auf, 

trotz Hetze und Verbot fur den Frieden fur die Aktions- 

einheitder Arb eiterklas s e zum Wohle des deutschen 

"Volkes einzutreten. 

Ich mochte zunachst sagen, daB ich Sozialdemokrat bin. Teh komme aus dem 

■Her^DeutTchlands, aus dem Ruhrgebiet, aus jener Ecke, von der ^ aus die 

Rfistungsmagnaten wieder ihren Beitrag fur einen neuen Krieg leisten wol en. 

Wenn ich mich als Sozialdemokrat aktiv gegen die Plane der Bonner Regierung 

gegen die P Sne des Parteivorsitzenden Dr. Schumacher ausspreche dann tue 

fch es deshalD well ich weiB, daB Adenauer und auch Dr. Schumacher ja nur 

AufLagsempfanger der westlichen Imperialisten sind. Sie wollen das deutsche 

V^mrXe Zwecke nutzbar machen, well sie wissen, daB der Deutsche von 

jener auf Grund der preuBisch-junkerlichen Tradition in der Lage war, fur 

die arideren die Kastanien aus dem Feuer zu holen. 

Ich Wn bfs heute 27 Jahre in der sozialistischen Bewegung Seit meinem Ern- 
tritt in diese Bewegung haben mich immer Leitspruche begleitet. Einer von 
diesen Leitspruchen war: 

„Proletarier aller Lander vereinigt euch!" 
Aber das Proletariat konnte sich nicht vereinigen, well die Ftthrer der rechten 
S^ozTaldemokratTe, genau so wie sie es fruher gemacht haben, auch heute gegen 
die Interessen der Werktatigen handeln. 

Und wie machen sie es? Wenn ich mich zum Beispiel als Sozialdemokrat fur 
Jen F^edTn ausspreche, bin ich Kommunist! Wenn ich mit der Meinung des 
pi?teivorsitzenden Dr. Schumacher nicht einverstanden bin, bin ich Kommunist! 
Wenn kh in Einklang mit der Kommimistischen Parte* stehe, well sie gegen 
dildrohende Remilitarisierung und fur den AbschluB eines Friedensvertrages 
im Jahre 1951 kampft, so bin ich das nicht nur als Soziahst, sondern _ als 
Mensch, denn es wiirden ja nicht nur Bomben auf Soz.aldemokraten n.cht 
nur Bomben auf Kommunisten, es wiirden Bomben auf alle Menschen in 
Deutschland fallen. 

Auf uns schaut August Bebel. Er begrif f schon in seiner Jugend - er war ]a 
in einer preuBischen Kasematte geboren — 

daB dort, wo der Militarismus herrscht, aUe demokratischen und mensch- 
lichen Rechte unter dem KommiBstiefel zertreten werden. Er schleuderte 
daher dem kaiserlichen Deutschland das Wort entgegen: „Diesem System 
keinen Mann und keinen Groschen!" 



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Gemeinsame EntschlieBung ^l 
aller Fraktionen der 
Volkskammer der Deutschen 
Demokratischen Repubiik 

Die Volkskammer der Deutschen Demokratischen Repubiik begriiBt den 
BeschluQ des Hauptaiisschusses fur Volksbefragung in Diisseldorf, eine 
Volksbefragung in ganz Deutschland durchzufiihren iiber die Frage: 

„Sind Sie gegen die Remilitarisierung 
Deutschlands und fiir einen Friedensvertrag 
mit Deutschland im )ahre 1951?" 

Die Volkskammer stellt fest, daB im Gebiet der Deutschen Demokratischen 
Repubiik durch die Entmachtung der militaristischen GroBgrundbesitzer 
und monopolistischen Kriegsinteressenten sowie durch die demokratische 
Umwandlung des Staatsapparates die Grundlage des Friedens geschaffen 
wurde. In der Deutschen Demokratischen Repubiik ist nach den Be- 
stimmungen der Verfassung jede Revanchepropaganda, jede militaristische 
und Kriegspropaganda untersagt. 

Die Volkskammer spricht Ihre Emporung dariiber aus, daB in der west- 
deutschen Bundesrepublik die von den drei GroBmachten feierlich unter- 
zeichneten Potsdamer Beschlfisse miBachtet und gebrochen wurden und 
mit Hilfe der amerikanischen, englischen und franzosischen Okkupations- 
machte die Grundlagen des deutschen Imperialismus erhalten wurden. 
Die Volkskammer stellt fest, daB die Adenauer-Regierung durch ihre 
Revanchepolitik, durch die Remilitarisierung und Unterdruckung der 
Freiheit der friedliebenden Burger den Weg der Kriegsvorbereitung 
beschritten hat. Die herrschenden politischen Kreise in Westdeutschland 
setzen dadurch das Leben des ganzen deutschen Volkes aufs Spiel und 
bedrohen die Existenz der deutschen Nation. 

Mit ihrem ungesetzlichen Verbot zur Volksbefragung entlarvt die Bonner 
Regierung selber ihre „Demokratie M als diirftige Tarnung einer Diktatur, 
deren brutales Instrument sie in den Handen der fremden Kolonialherren 
ist. Die Volkskammer der Deutschen Demokratischen Repubiik brand- 
markt diesen Verfassungsbruch und ist davon uberzeugt, daB gerade 
diese Gewaltpolitik die Volksbefragung zu einem wuchtigen Ausdruck 
fur Freiheit und Gesetzlichkeit gestalten wird. 



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Auf jede Stimme 

kommt es an! 

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EntschlieGung des Nationalrates * f 

zur Volksbef ragung gegen Remilitarisicrung ^-^\ 

Mit dem Aufruf zur Volksbelragung gegen die Remilitarisierung Deutsch- 
lands und fur einen Friedensvertrag mlt Deutschland im Jahre 1951 hat 
der HauptausschuB fur Volksbefragung eine groBe vaterlandische Aktion 
eihgeleitet, die in der Bevolkerung begeisterte Zustimmung gefunden hat. 
Uberall Widen sidi aus Vertretern aller Schichten der Bevolkerung Aus- 
schiisse fiir die Volksbefragung. Das deutsche Volk bat die Volks- 
befragung als seine ureigenste Angelegenheit erkannt und setzt sich In 
alien Stadten und Dorfern, in Betrieben, Kontoren und Dniversitaten tat- 
kraftig fur sie ein. 

Im Gegensatz zu diesem einmUtigen Friedenswillen des gesamten deut- 
schen Volkes versuchen die Adenauer und Schumacher als Handlanger 
der in- und auslandischen Kanonenkonige, die Volksbefragung zu diffa- 
mieren und zu verhindern. Diese Verrater der Nation wollen die historisch 
so bedeutsame gemeinsame WillensSuBerung des deutscben Volkes fiir 
die Erhaltung des Friedens unterdriicken. Adenauer, Bliicher, Schumacher 
wollen mit dem Verbot der Volksbefragung ihre landesverraterische 
Kriegspolitik durchsetzen. Sie wollen das deutsehe Volk mit Polizeiterror 
auf einen Weg drangen, der in den Abgrund des amerikanischen Krieges 
ftthren muB. 

Die Bonner Regierung proklamierte demagogisch Immer wieder die 
Verteidigung der personlichen Freiheit, aber sie will jetzt in der Schick- 
salsstunde des deutschen Volkes die deutschen Menschen skrupellos der 
elementarsten personlichen Freiheit berauben, selbst dariiber zu ent- 
scheiden, ob sie in Frieden, Wohlstand, Volkerfreundschaft und Demo- 
kratie leben oder in einem amerikanischen Krieg sterben wollen und ob 
ihre Heimat verbrannte Erde werden soil. 

Es muB schlecht um die Adenauer-Regierung bestellt sein, wenn sie sich 
gegen den erklarten Friedenswillen der westdeutschen Bevolkerung nur 
noch durch diktatorische MaBnahmen glaubt durchsetzen zu konnen. 

In dieser ernsten Lage; die durch die unmittelbare Bedrohung des 
Friedens, durch die Wiederaufrustung VVestdeutschlands gekennzeichnet 




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Auf jede Stimme 






kommt es an! 

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Entschlieftung des Nationalratet • T 

zur Volksbefragung gegen Remilitaricierung .JsC^T 

Mlt dem Aufruf zur Volksbefragung gegen die Remilitarisierung Deutsch- 
lands und fur einen Friedensvertrag mit Deutschland im Jahre 1951 hat 
der HauptausschuB fur Volksbefragung eine groBe vateriandische~SRti6n 
eingeleitet, die in der Bevolkerung hegeisterte Zustimmung gefunden hat. 
Uberall bilden sich aus Vertretern aller Schichten der Bevolkerung Aus- 
schusse fur die Volksbefragung. Das deutscfae Volk bat die Volks- 
befragung als seine ureigenste Angelegenheit erkannt und setzt sich in 
alien Stadten und Dorfcrn, in Betrieben, Kontoren und Universitaten tat- 
kraftig fiir sie ein. 

Im Gegensatz zu diesem einmiitigen Friedenswillen des gesamten deut- 
schen Volkes versuchen die Adenauer und Schumacher als Handlanger 
der in- und auslandisehen Kanonenkonige, die Volksbefragung zu diffa- 
mieren und zu verhindern. Diese Verrater der Nation wollen die historisch 
so bedeutsame gemeinsame Willensaufierung des deutschen Volkes fiir 
die Erhaltung des Friedens unterdriicken. Adenauer, Bliicher, Schumacher 
wollen mit dem Verbot der Volksbefragung ihre landesverraterische 
Kriegspolitik durchsetzen. Sie wollen das deutsche Volk mit Polizeiterror 
auf einen Weg dfangen, der in den Abgrund des amerikanischen Krieges 
fuhren muB. 

Die Bonner Regierung proklamierte demagogisch immer wieder die 
Verteidigung der personlichen Freiheit, aber sie will jetzt in der Schick- 
salsstunde des deutschen Volkes die deutschen Menschen skrupellos der 
elementarsten personlichen Freiheit berauben, selbst daruber zu ent- 
scheiden, ob sie in Frieden, Wohlstand, VSlkerfreundschaft und Demo- 
kratie leben oder in einem amerikanischen Krieg sterben wollen und ob 
lhre Heimat verbrannte Erde werden soil. 

Es muB schlecht um die Adenauer-Regierung bestellt sein, wenn sie sich 
gegen den erklarten Friedenswillen der westdeutschen Bevolkerung nur 
noch durch diktatorische MaBnahmen glaubt durchsetzen zu konnen. 

In dieser ernsten Lage, die durch die nnmittelbare Bedrohung des 
Ftledena, durda die Wieder auf rustling Westdeutechlandj gekennzeichnet 



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An alle deutschen Manner 



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1955' 



und Frauen, 

an die deutsche Jugend! 

Das Prasidium des Hauptausschusses fur Volksbefragung richtete 
folgenden Aufruf' „An alle deutschen Manner und Frauen, an die 
deutsche Jugend": 

„Durch BeschluB vom 24. April 1951 verbietet die Regierung Aden- 
auer eine Volksbefragung fiber die Remilitarisierung Deutschlands 
und den AbschluB eines Friedensvertrages mit Deutschland im Jahre 
1951. An Stelle einer Begrundung setzt sie die Diffamierung unserer 
Bewegung, obwohl es vor dem ganzen Volke offensichtlich ist, daB 
wir uns ohne Riickslcht auf Parteizugehorigkeit und Weltanschauung, 
allein unserem Gewissen und unserer deutschen Verantwortung fol- 
gend, zusammengefunden haben. Die Haltung der Adenauer-Regie- 
rung beweist mit aller Deutlichkeit, daB sie entschlossen ist, die 
Remilitarisierung gegen den Willen des Volkes mit Gewalt durchzu- 
fiihren. Sie bricht dabei rucksichtslos das Grundgesetz. Sie miBachtet 
die Verfassungen der Lander. Sie miBachtet die Bfirgerrechte und die 
personliche Freiheit. So enthullt sich vor unserem ganzen Volke der 
ungeheure Ernst der Kriegsgefahr und die Drohung einer Diktatur. 
Der von der Regierung Adenauer eingeschlagene Weg fuhrt in den 
Untergang. Er wfirde den Verlust der Freiheit, unerhfirtes Elend und 
schlieBlich den Tod von-Millionen deutscher Menschen bedeuten. 
Diesen Weg gehen wir nlcht mit. 

In dieser ernsten Stunde ruft das Prasidium des Hauptausschusses 
fur Volksbefragung alle Deutschen auf: 

LaBt Euch nlcht das Recht der frelen Meinungsaullerung und der 
Selbstbestimmung raubenl 

Verstarkt den Kampf gegen die Remilitarisierung 
Deutschlands und fur einen Friedensvertrag mit 
Deutschland im Jahre 1951! 

Wir werden nicht schwedgen. Wir vertrauen auf die Antwort des 
Volkes. Schutzt die Verfassungl Schutzt die Grundrechte der Demo- 
kratiel 

Verteidigt die Freiheit und das Leben 

unseres Volkes I 



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Bitte lesen und weitergeben 



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Deutsche Mutter und Madchen! 

Euer <"» X "D D 2 5<j 



Nie wieder soil eine Mutter 

ihren Sohn, eine 

Frau ihren Mann beweinen 



^ dem Fneden! 



Auf der 8. Nationalratstagung der Nationalen Front des demokrati- 
schen Deutschland am 7. Mai 1951 in Berlin ergriff Luise Ermisch , 
eineHeldin der Arbeit und Aktivistin aus Halle, das Wort. Sie sprach 
im Namen der weltumspannenden Gemeinschaft uller jriedliebenden 
Menschen, besonders der Frauen und Mutter, zu unseren Schpestern 
im Westen Deutschlands. Ihr Diskussionsbeitrag mahnt zum rest- 
losen Einsatz in der Volksbejragung gegen die Remilitarisierung 
Deutschlands und fur den Abschluji eines Friedensvertrages rait 
Deutschland im Jahre 1951. 
Luise Ermisch erkldrte {olgendes: 

Mein eigenes Schicksal wiederholt sich in diesen Tagen tausendfach in Westberlin 
und Westdeutschland. Meine Eltern lieBen mich das Schneiderhandwerk erlernen. 
Als ich im Jahre 1930 ausgelernt hatte, fand ich keine Arbeit. Ich war drei Jahre 
arbeitslos und flel meinen Eltern, die auch nur ein kleines Einkommen hatten — 
mein Vater war Arbeiter — als gesunder, arbeitsfreudiger, junger Mensch zur 
Last. Plotzlich gab es Arbeit — als die Uniformf abriken aufgemacht wurden. Ich 
begann nun eif rigst Uniformen zu nahen, von denen ich heute weiB, daB sie fur 
viele junge deutsche Manner das Totengewand geworden sind. Aber nicht genug 
damit. Im Jahre 1942 holte man mich auch von diesem Arbeitsplatz weg, 
denn man brauchte jetzt die weiblichen. Jugendlichen fiir die Rustung selbst. Ich 
wurde dienstverpflichtet in einer Schlosserei, in der ich dann jahrelang bei der 
Herstellung von Revolvern mitarbeiten muBte, und zwar bis Kriegsende 1945. — 
Wir deutschen Frauen und Mutter haben in diesen Jahren unsere Kraft her- 
gegeben fiir die Vernichtung von Millionen von Menschenleben, fiir die Vernichtung 
unserer eigenen Heimat. 

Dank der Befreiung vom Faschismus durch die ruhmreiche Sowjetunion stehen 
wir Frauen aber heute mitten in der Produktion, in einer ' Produktion, die dem 
Auf ban, dem Frieden dient, in einer Produktion, von der wir wissen, daft sie 
unseren Kindern eine schone Zukunft sichert, wobei der Handelsaustausch mit 
den befreundeten friedliebenden Volkern eine wesentliche Hilfe ist. Weil wir das 
wissen, wurde ein groBer Arbeitsenthusiasmus bei unseren Frauen und Madchen 
entwickelt. Die Aktivistenbewegung wurde auch unter den Frauen und Madchen 
ausgelost, die heute mit Begeisterung bei der Steigerung und Verbesserung der 
Produktion mitarbeiten. 

Die bitteren Lebenserf ahrungen' aus der Zeit des Faschismus haben aber nicht nur 
wir deutschen Frauen gesammelt, die die Konsequenzen daraus gezogen haben, 
sondern auch — wie wir das vor wenigen Tagen aus dem Munde der f ranzosischen 
Frauen erneut horten — die friedliebenden Frauen Frankreichs und der ganzen 
Welt. Die Entwicklung in ' Westdeutschland erfullt sie alle nicht nur mit ernster 
Sorge, sondern sie erkennen, daB die Entwicklung in Westdeutschland zu einer 
Weltkatastrophe fiihren muB. Die fortschrittlichen f ranzosischen Frauen und die 
fortschrittlichen Frauen in den kapitalistischen und in den kolonialen Landerri 
haben den Kampf gegen die Hustungsindustrie aufgenommen. Die franzosischea 



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Gestellungsbefehl? 



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Welcher friedliebende Mensch erinnert sich nicht mit Grauen und voller Abwehr an den Augen- 
blick, der ihm den Gestellungsbefehl, den Befehl in den Tod zu gehen, brachte? 

Dieser Befehl der Unmenschlichkeit traf alle! X- D y 

Er raubte den Kindern den Vater! * / 

Er riB den Mann aus den Armon seiner Frau! . jr ^ 

Er raubte den Muttern die Sonne — den Eltern die Stiitze ihres Alters! 

Er raubte den Madchen die Hoffnung auf Glfick und Familie! 

Er riB die Familien auseinander und fiihrte die Menschen in Tod und Verderbenl 

Der Gestellungsbefehl ist die Visitenkarte des Todes! Wo sie die Brandstifter des Krieges ab- 
geben, verwandelt sich die friedliche Wohnung in die Zelle eines zum Tode Verurteilten! 

Wir erinnern uns nur zu genau, wie wir mit beklommenem Herzen unsere privaten Angelegen- 
heiten ordneten fur den Fall. daB . . . 

In den unsicheren Stimmen, mit denen wir uns gegenseitig Trost und Hoffnung geben wollten, 
bebte das Grauen vor dem Kommenden, und in den tranenverschleierten Augen der Frauen stand 
das bange Wissen um Einsamkeit und hoffnungsloses Warten bis zum bitteren Ende. — 

Der Gestellungsbefehl war die Aufforderung zum 

grausigen Totentanz des Krieges! 

D^r Tod hielt an den Fronten und in der Heimat reiche Ernte. 
Millionen unschuldiger Menschen wurden seine Opfer. 



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Unschuldig? 



Nein, wir alle waren eigentlich mitschuldig am vergangenen Krieg. Man fragte uns zwar nicht, 
ob wir mitmachen wollten, aber wir lehnten uns auch nicht dagegen auf. Willenlos IieB sich das 
deutsche Volk bis 5 Minuten nach 12 auf die Schlachtbank fiihren. Die Uberlebenden aber 
schworen: 

Nie wieder wird das deutsche Volk 
die Waffen im Uberfall gegen andere Volker erheben! 

Die Bundesregierung in Bonn ist anderer Meinung. Adenauer und Schumacher beschreiten den 
gleichen Weg der Kriegsvorbereitung wie Hitler. Sie wollen als Vertreter der amerikanischen 
Riistungsmilliardare in Deutschland das hitlerische Kriegsabenteuer noch einmal wagen. Sie treffen 
geheim und offen gegen den Willen des Volkes alle Vorbereitungen fur einen neuen Krieg. 

Die zwolf Rekrutierungsburos fiir den „Grenzschutz" sind die zukunftigen zwolf Wehrkreis- 
kommandos, die an alle wehrfahigen Manner am Tage X auf Befehl Trumans den todlichen 
Gestellungsbefehl versenden sollen. 

Adenauer und Schumacher werden das deutsche Volk nicht fragen, ob es fiir amerikanische Welt- 
eroberungsgeliiste sterben will. Sie wollen uns einfache, friedliebende Menschen durch ihre 
Lugen und ihre Hetze gegen das Weltfriedenslager fiir ihre verbrecherischen Plane gefiigig machen. 

Sie verbieten dem deutschen Volk diktatorisch, seine Stimme zu der entscheidenden Frage uber 
Leben oder Tod zu erheben. 

Das deutsche Volk hat aber aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Weder ungesetzliche Ver- 
bote noch polizeiliche Verfolgungen vermogen es, das deutsche Volk, nach den einmal iiber- 
standenen Schrecken des wahnwitzigen zweiten Weltkrieges, vom Kampf um die Erhaltung des 
Friedens abzubringen. *- 



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gegen die Remilitarisierung Deutschlands, ^ 

fiir AbschluB eines Friedensvertrages im Jahre 1951 ! 



Er setzte sich an die Spitze des westdeutschen Komitees zur Durch- 
fiihrung der III. Weltfestspiele dei Jugend und Studenten fiir den 
Frieden in Berlin und erklarte Vertretern der Presse u. a.: 



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„Ich spreche mich entschieden gegen die Remilitarisie- 
- ■ ' rung Deutschlands aus und bin deshalb auch fiir die 

« gjS Volksbefragung und werde auch die Weltfestspiele im 
" r August dieses Jahres in Berlin mit der ganzen Kraft 

meiner Person unterstiitzen. 

Warum ich mich fiir die III. Weltfestspiele der Jugend 
und Studenten in Berlin und den Frieden einsetze, auch 
wenn man mich deswegen als den »Moskauh6rigen«, »den Russen dienend« und was weiB 
der Teufel bezichtigt? Ich will das erkldren: Seit Wochen werde ich das Gefiihl nicht los, daB 
wir uns in einer ahnlichen Periode wie 1938/39 befinden. Damals sollte in Nottingham in 
England ein Rennen stattfinden. Fiir uns Deutsche ging damals die Startfahne nicht hoch, 
es kam eben der Krieg. Ich hatte mich damals nicht um Politik gekummert. Viel spdter 
erst sah ich ein, daB das ein Fehler war. Heute werden wieder Kasernen angepinselt, ab- 
getakelte Generale wieder aufgetakelt. Man spricht von Verteidigung. Wir konnen wiederum 
Krieg spielen. Aber sechseinhalb Jahre Soldatsein haben mich davon kuriert, dariiber 
Freude zu empfinden. Hier in Westdeutschland wird sehr viel von Freiheit gesprochen. Aber 
was niitzt mir diese Freiheit, wenn ich spdter im Rollstuhl gefahren werden muB oder 
erblindet bin. Jeder Mensch, der ein Gewissen besitzt, muB den Mut aufbringen, sich fiir 
die Jugend und die Erhaltung des Friedens einzusetzen." 







HoHsUu&caiU 



dec eUematitye. dztits.ck&pXcj.znd-'tuUtfneis.t&c 

erklarte zu r V o Ik s b e f r agu ng: 

.Als westdeutscher Spitzensportler, der die Gemeinheiten der 
Adenauer-Regierung aufs intensivste zu spiiren bekam, mochte ich 
es nicht versaumen, Stellung zu der nunmehr statthndenden Volks- 
befragung zu nehmen. 

Ich betrachte es als meine Pflicht, als fortschrittlich-friedliebender 
Sportier gegen die Remilitarisierung und damit fiir den Frieden 
und die Einheit Deutschlands zu sein, das heiBt, ich kann und 
werde bei der Volksbefragung nur mit ,JA!" antworten. 
Denn nur so kann fiir die Zukunft der Frieden fiir unser deutsches 
Vaterland gesichert werden." 



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sagt deshalb am 3.Juni 
bei der Volksbefragung 



]*! 



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U V/4/9 - 50 - (8942661 - TVE L - 3204 



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Dm Fliichtling in der NissenhiiMe! 

Dm Vertriebener in der ftaracke! 

Dm Ostpreufie ohne ffof ! • 

Dm Pommer ohne Ufohnung und ohne Arbeit! 

Ich spreche zu Eudi als Schlesier, der so wie Ihr Haus and Heimat verlor. 

Wieder spricht man von einer deutschen Remilitarisierung. Wieder soU 
der Krieg das Ventil fur die Unfahigkeit sein, wirtschaftliche und soziale 
Probleme zu losen. 

Plotzlich besinnt man sich auf unsere Heimatliebe. Ueberraschend prangert 
der Westen die Oder-NeiBe-Linie an, die Churchill nicht nur in Teheran und 
Jalta anerkannte, sondern sehon damals an die polnische Exil-Regierung in 
London verpfandete. 

Wir aber haben die Trecks noch nieht vergessen, audi nicht die sterbenden 
MUtter, die hungernden Kinder, das Grauen der Fluent, die brutale Fratze 
des modernen KriegesI 

Wir denken an Korea, wo zum vierten Male die Feuerwalze ohne RUcksicht 
auf den Mensehen iiber zerbombte Stadte und verbjaonte Dorfer rastf 

Ich rufe Euch alle, die ihr gleich mir deh Krieg so unbar m- 
herzig am eigeoen Leibe verspiirt habt. 

Ich rufe Euch in die Beihen der Millionen friedenswilligen 

Mensehen! 

Jeder, der Verantwortung fiir sich, seine Familie und seine Heimat ver- 
Rpurt, der Verstand* Gefiihl und Here besitzt, gehSrt J$»z|fc,- AL- 



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Liebe Freunde! 




Die Adenauer-Regierung some der westdeutsche Rundfunk 
und auch ein Teil der westdeutschen Presse versuchen, den 
Aufruf des Hauptausschusses fur die Volksbefragung der 
westdeutschen Bevolkerung zu verheimlichen. 

Anbei deshalb einige Exemplare dieses Aufruf s mit der 
Bitte, sie weiterzureichen an Freunde und Bekannte, damit 
diese alles tun, was in ihrer Kraft steht, urn die in dem Auf- 
ruf erhobenen gesamtdeutschen Forderungen zu unterstutzen. 

Die Verhinderung der Remilitarisierung und derAbschluB eines 
Friedensvertrages noch im Jahre 1951 miissen zum Kampfziel 
alter ehrlichen, ihr Vaterland liebenden Deutschen werden. 

Dem HauptausschuB, der sich am Sonnabend, dem 14. April, 
in Essen konstituierte, gehbren u. a. an: 

Der Prdsident der Deutschen Friedensgesellschaft, 
Dr. Freiherr von Schonaich; Manfred v. Brauchitsch, 
der bekannte Rennfahrer; Prof. Dr. Hans Schwab von 
der Universitat Frankfurt am Main; der Rechtsberater 
der Stadt Frankfurt am Main, Obermagistratsrat 
Dr. Julius Hahn und viele andere. 



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Liebe Freunde! 



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Die Adenauer-Regierung sowie der westdeutsche Rundfunk 
und auch ein Teil der westdeutschen Presse versuchen, den 
Aufruf des Hauptausschusses fur die Volksbefragung der 
westdeutschen Bevblkerung zu verheimlichen. 

Anbei deshalb einige Exemplar e dieses Aufruf s mit der 
Bitte, sie weiterzureichen an Freunde und Bekannte, damit 
diese alles tun, was in Hirer Kraft steht, um die in dem Auf- 
ruf erhobenen gesamtdeutschen Forderungen zu unterstiitzen. 

Die Verhinderung der Remilitarisierung und derAbschluB ernes 
Friedensvertrages noch im Jahre 1951 miissen zum Kampfziel 
alter ehrlichen, ihr Vaterland liebenden Deutschen werden. 

Dem HauptausschuB, der sich am Sonnabend, dem 14. April, 
in Essen konstituierte, gehbren u. a. an: 

Der Prasident der Deutschen Friedensgesellschaft, 
Dr. Freiherr von Schbnaich; Manfred v. Brauchitsch, 
der bekannte Rennfahrer; Prof. Dr. Hans Schwab von 
der Universitat Frankfurt am Main; der Rechtsberater 
der Stadt Frankfurt am Main, Obermagistratsrat 
Dr. Julius Hahn und viele andere. 



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^ Ah die Bedims! 



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Aus der Erkenntnis der ernsten Kriegsgefahr, die unserem Vaterlande droht, und in Verbunden- 
heit mit alien unseren deutschen Brudern und Schwestern hoben wir uns als Vertreter der ver- 
schiedenen Organisafionen, VolksbefragungsausschOsse und Einzelpersonlichkelten als Zentraler 
AusschuB fur Volksbefragung in Westberlin konstituiert. 

Wir befinden uns in voller Obereinstimmung mit dem Aufruf des Hauptausschusses fur Volks- 
befragung an alle Deutschen. 

Der AusschuB fur Volksbefragung in Westberlin betrachtet es als seine erste Aufgabs, im Sinne 
des Aufrufes des Hauptausschusses zu wirken und ihn in Wort und Schriff zu verbreiten. 

Wir richten an alle Berliner, an alle Organisafionen und Sffentliche Institutionen, an die ge- 
samfe Berliner Presse und an alle Rundfunksender die Aufforderung, die Bestrebungen des 
Ausschusses zu unterstiitzen und ihm bei der Bildung von weiteren betrieblichen, crtiichen und 
fachlichen Ausschiissen zu helfen. 

Der Zentrale AusschuB fur Volksbefragung in Westberlin erhebt schfirfsten Protest gegsn das 
Verbot der Volksbefragung in Westdeutschland durch die westdeutsche Bundesregierung. Das 
Verbot verstoBt gegen das demokratische Recht jedes deutschen Burgers, sich fur den Frieden 
zu entscheiden. Wir fordern alle Berliner auf, ihren Friedenswillen sichtbar zum Ausdruck zu 
bringen und mit uns gemeirtsam fiir die Volksbefragung gegen die Remilitarisierung Deutsch- 
lands und fur den AbschluB eines Friedensvertrages mit Gesamtdeuischland im Jahre 1951 ein- 
zutreten. 

Berlin-Charlottenburg, den 28. April 1951 

Zentraler Aussehuf} fiir Volksbefragung in Westberlin 



Vorsitzender: Herr Dr. Walter S c h m i 1 1 , vor- 
mals Dramaturg des Schillertheaters Berlin, 
Mitglied des Hauptausschusses derWeltburger, 
Beriin-Chariottenburg, KnabelsdorffstraBe 96 

Stellvertretende Vorsitzende: Frau Dr. med. 
G r o s c u r d h , praktische Arztin, Berlin- 
Charlottenburg 

Herr Daniel Hatting, Fabrikant, Berlin, 
Bezirk Kreuzberg 

Herr cand. diem. Fritz B a r w i n k e I , 
ehemaliger Offizier (Ritterkreuztrager), Berlin- 
Neukolln 

Frau Elise B o n g e r s , Kunstlerin, 
Berlin-Schoneberg 

Herr Heinz R e j a 1 1 , Ingenieur, 
Berlin-Tempelhof 

Herr Herbert Tiirkheimer, Maler, 
Berlin-Steglirz 

Herr Erich H i n t z , WirtschaftsprOfer, 
Vorsitzender der Gemeinschaft der Wahru.ngs- 
geschadigten, Berlin-Reinickendorf 

Herr Karl Steinbach, Zugschaffner, 
Spandao 

Frau Esbach, Hausfrau, Wedding 



Herr H. K r ii g e r , Kcipitanleutnant a. D., 
Zelilendorf 

Herr Harry D u m k e , Schneidermeister, 
Schoneberg 

Frau Dr. Lilly G o r k e , Dozentin, Steglitz 

Herr Ignatz P i I a r c z y k , Techniker 
Kreuzberg 

Herr Erich Bornemann, Dreher, Wedding 

Herr A. Schwarz, Fotograf, Neukolln 

Herr Dr. Heinz Pulvermacher, 
prakt. Arzt, Charlotten'iurg 

Frau Anita Fromsdoif, Sportlerin, 
Tempelhof 

Herr Peter K a s t e I , Dipl.-Sportlehrer, ehem. 
Ritterkreuztrager, Stegliiz 

Herr Rudolf Wilde, Schneidermeister, 
Wilmersdorf 

Herr Werner Prochnow, Metaliarbeiter, 
Neukolln, z. Z. arbeitslos 

Herr Max C o b I i t z , Lehrer, Reinickendorf 

Herr Adalbert Maikowski, p.-cikf. Arzt, 
Wilmersdorf 

Herr Manfred Veil 



(285) KONSUM-Papierwarenfabrik 22 90 83 500 551 5238 



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Ohne uns zu fragen, ohne den millionenf achen Protest aus der Mitte unseres Volkes zu 
beachten.betreibt Adenauer die RerniHtarisierung und Wiederaufrustung WestdeutscfalaMs. Die 
Folge dieser abenteuerlichen Politik rauB unweigerlich zum Kriege fuhren. 

Ein Bruderkrieg wBre unser, ware Deutschlands Verderten! 
Wir diirfen nicht zulassen, daB unsere Heimat in einen Kriegsscnauplatz verwandelt 
wird, daB Deutsche gegen Deutsche kampfen und TOr fremde Interessen verbluten. 
Darum ist dos Gebot der Stunde: VerstBndigung zwischen den Deutschen! 

Eine friedliche Losung der Lebensfragen unseres Volkes ist moglich. 

Die KPD zeigt unserem Volke den Ausweg aus Kriegsgefahr und natianalcr Katastroone! 

Sie unterbreitet alien ehrlichen Deutschen, die ihr Volk und ihre Heimat lieben, einen 
Vorschlag, wie uns der Friede erhalten und unser zerrissenes Vaterland wieder vereimgt und 
dadurch zu neuer Blute erstehen kann. 

Es geht jetzt nicht um Parteigezptok und partciegoistische Interessen. 



Es gsht urn das Le&en und die Eslsfenz der deutschen Nation! 



Zur WiederherstellUng der Einheit Deutschlands auf friedlicher und demokratischcr Qnmi, 
la-e schlEgt die KPD vor, daB aus Vertretern Ost- und Westdeutschlands ein Gesamtdeutscner 
Konstituierender Rat auf parital ischer Grundlage gebildet wird, der eine einteitliche den In- 
teressen des ganzen deutschen Volkes entsprechende Linie in folgenden Fragen berat ur.u er- 
arbeitet: 

a) iib-r die Schaffung einer rechtsstaatliehen Ordnung, einer freiheitlichen Eegierur.gsform des 
Sehutzes der Mepschenrechte und der Wahrung des Friedens in ganz Deutschland; 

b) uber die Frage der Starke, Bewafinung and Verteiiung der Polizei in ganz Deutschland so- 
w'e uber die Moglichkeite* der Verringerung des ziffernmafligen Bcstandes der Pohzei in 
beiden Teilen Deutschlands naeh gemeinsam vereinbarten emheitlicken Grunds&Uen; 

c) iiber das „Gesetz zam Schutze des Friedens" fttr ganz Deutschland; 

d) uber die Abgabe einer gemeinsamen Erklarung im Namen des deutschen Volkes, die die Re- 
militarisierung Deutsclilands und die Aufstellung von Armee - Etaheiten m Jedweder Form 
verbielet sowie Uber eine - von deutschen Organisationen und dem ganzefl deutschen Volk 
durchzufilhrende — Kontrolle iiber die Durchfuhrung dieser Erklarung; 

e) uber die Ausarbeitung einer provisorischen Verfassung de* einhettliAen, demokratischen, 
friedliebenden und unabhangigen Deutschland, wobei die bestehenden Verfassungen der 
Deutschen Demokratischen Republik und der Bundesrepublik als Grandlage znbeaiitzen sind; 

f) uber die Schaffung eines demokratischen Wahlgesetzes fur ganz Deutschland; 

-1 uber die Abschaffung der Zonen- und Sektorengrenzen sewie der fatera«enp3sse, die Her- 
g stellung desTreieriersonen- und Warenverkehrs in ganz Deutschland. die mihehmderte 

Verbreitung von Druckerzeugnissen, Filmen usw.; 
h) uber MaBnahmen zur Durchfuhrung einer einheitlichen AuBenpolitUt sowie MaBnahmea 

zur einheitlichen Regelung des Biirgerrechts, der Naturalisierung, Einbttrgerung nnd Aus- 

wanderung; 



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Wir fordern 

Volksbefragung! 





An den 

Bundeskanzler Herrn Dr. Adenauer 

Bonn a. Rhein 



Essen, den 28. Januar 1951* 



Bundeshaus 



Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! 

Im Auftrage der 1700 Delegierteri der westdeutschen Tagung 
gegen die Remilitarisierung und Wiederaufriistung Deutsch- 
lands, die am 28. Januar d. J. in Essen das beiliegende Manifest 
emstimmig annahmen, haben wir die Ehre, Ihnen folgendes 
mitzuteilen: 

Die Tagung bestatigte erneut, daB alle verantwortungsbewuBten 
Manner und Frauen Westdeutschlands, insbesondere die Jugend 
jede Remilitarisierung Deutschlands ablehnen. 
Deshalb richten wir an Sie, Hefr Bundeskanzler, die Auf- 
forderung, eine Volksbefragung herbeizufiihren iiber die Frage: 
Sind Sie geg en die Remilitarisierung Deutschlands und 
fur einen Fri edensvertrag mit Deutscbland im Jahre 19 51? 
Eine solche Volksbefragung entspricht dem Willen der Me"h7 
Sub UnSereS ° er EmSt d6r Lage duldet keinen Auf " 

Wir erwarten Ihre schnelle Entscheidung. 

Mit vorziiglicher Hochachtung! 

In Ausfuhrung des Beschlusses 

der Tagung gegen Remilitarisierung und 

Wiederaufriistung 

1 ~gez. 

,'._■-. Dr. Herbert Jentzen 

- als Vorsitzender 

Am Montag ; dem 29. Januar 3951, fuhr im Auftrage der Essener Tagung 
na^r l g ° n "S* ^° nn ' Um dort dem Bundesklnzler, Herrn DrAde? 
&ite'2V nn«r?- + a ? Un f einstimmi S angenommene Manifest, Csiehe 

Seite 2) und den vorstehenden Brief mit der Porderung auf Hetbeifuh* 
rung emer Volksbefragung zu uberbringen. 




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Wir fordem 




Volksbefragung 



An den 

Bundeskanzler Herrn Dr. Adenauer 

Bonn a. Rhein 
Bundeshaus 



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Essen, den 28. Januar 1951. 

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Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! « jt~-ff 

Im Auftrage der 1700 Delegierten der westdeutschen Tagung 
gegen die Remilitarisierung und Wiederaufriistung Deutsch- 
lands, die am 28. Januar d. J. in Essen das beiliegende Manifest 
einstimmig annahmen, haben wir die Ehre, Ihnen folgendes 
mitzuteilen: 

Die Tagung bestatigte erneut, dafi alle verantwortungsbewuBten 
Manner und Frauen Westdeutschlands, insbesondere die Jugend, 
jede Remilitarisierung Deutschlands ablehnen. 
Deshalb richten wir an Sie, Herr Bundeskanzler, die Auf- 
forderung, eine Volksbefragung herbeizufiihren iiber die Frage: 
Sind Sie gegen die Remilitarisierung Deutschlands and 
fur einen Friedensvertrag mit Deutschland im Jahre 19 5 1? 

Eine solche Volksbefragung entspricht dem Willen der Mehr- 
heit unseres Volkes. Der Ernst der Lage duldet keinen Auf- 
schub. 

Wir erwarten Ihre schnelle Entscheidung. 

Mit vorziiglicher Hochachtung! 

In Ausfiihrung des Beschlusses 

der Tagung gegen Remilitarisierung und 

Wiederaufriistung 

gez. 

Dr. Herbert Jentzen 
als Vorsitzender 

Am Montag, dem 29. Januar 1951, fuhi- im Auftrage der Essener Tagung 
eine Delegation naeh' Bonn, um dort dem Bundeskanzler, Merrn Dr. Ade- 
nauer, das von der Tagung einstimmig angenommene Manifest (siehe 
Seite 2) und den vorstehenden Brief mit der Forderung auf Herbeifub- 
rung einer Volksbefragung zu iiberbringen. 



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OFFENER BRIEF 

An die Studenten und Studenten- 
VereinigungeninWestdeutschlandl « 

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Lfebe Kommilitoneal m ^f* 

Vom 13. bis 18. Januar hat in Berlin, der Hauptstadt Deutschlahds, das 
Exekutivkomitee des Internationalen Studentenbundes (ISB) getagt. Auf 
dieser Tagung fanden sich die Vertreter von' 5 Millionen Studenten aus 
U Lfindern zusammen, urn die gemeinsamen Interessen der Studenten aller 
LSnder zu erortern. Dort waren Vertreter der Studenten von Australien, 
Brasilien, Bulgarien, China, Deutschland, Ecuador, England, Wales und Nord- 
trland, Holland, Indien, Iran, Italian, Korea, Kuba, Polen, Reunion, Republik 
Spanien, Rumanien, der Sc.vjetunion, Ungarn und der USA, und als Gaste 
die Vertreter der Studenten von Birma, Finnland, Frankreich, Schottland, 
Syrlen, Oesterreich und dei 1 Freien Universitat in Briissel. 

Es wurden eine Reihe von Beschliissen gefafit mit dem Ziel, die Arbeit des 
ISB und seiner Mitgliedsorganisationen zu verbessern, die Einheit der inter- 
nationalen Studentenbewegung zu verstarken und die gegenseitigen Verbin- 
dungen zwischen den Studenten der verschiedenen Volker und Nationen zu 
vermehren. Angesichts der erhohten Kriegsgefahr hat das Exekutivkomitee 
vor allem die Frage der Erhaltung des Friedens beraten. Bei der Erorterung 
dieser Frage ging das Exekutivkomitee von derTatsache aus, dafi die Aulrecht- " 
erhaltung friedlicher Beziehungen zwischen den Staaten eine unerlaflliche Vor- 
aussetzung fur die Arbeit und das Leben der Studenten bildet 

Das Exekutivkomitee hat sich auf seiner Tagung mit der Entwicklung der 
Lage und des Lebens an Euren Hochschulen und Universitaten beschaftigt. 



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Es geht 
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Erste westdeutsche Arbeitstagung 
fur gesamtdeutsche Fragen in Frankfurt 



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Die Sehnsucht der deutschen Menschen nach Einheit und Aufbau eines 
einigen und unabhangigen demokratischen Deutschlands beginnt aus kleinen 
Anfangen heraus sich zu einer Flamme zu entwickeln, die den noch dunklen 
und verschlungenen Irrweg Westdeutschlands erleuchtet und die Richtung 
weist in Erfullung unserer Wunsche nach einer gliicklichen Zukunft unseres 
Vaterlandes 

Diese Sehnsucht laBt sich in Westdeutschiand nicht mehr unterdriicken. 
Sie lebt in den Gesprachen und Taten der Arbeiterschaft, sie leuchtet von 
den Mauern und Wanden in hellen Aufschriften, sie steht auf in den Forde- 
rungen der Frauen und Mutter im Kampf um den Frieden, und sie marschiert 
inmitten der gioflen Zuge der Arbeitslosen. Sie hoekt auf den Defizitseiten 
der kaufmannischen Geschaftsbucher und sitzt auf den unverkauflichen 
Getreidemengen des Bauern. 

Uberall lebt diese Sehnsucht nach friedlichem Aufbau, nach Verbindung 
aller Teile Deutschlands untereinander und nach der krisenlosen Wirtschaft, 
die in der Deutschen Demokratischen Republik sich zu entwickeln beginnt 
und auf die Millionen und aber Millionen Menschen in Westdeutschiand ihre 
Hoffnung setzen. 

_ Diese Fragen gaben die Grundlage ffir die erste westdeutsche Arbeits- 
tagung fur gesamtdeutsche Fragen am 15. und 16. Juli 1950 in. Frankfurt. 
Ausgegangen war die Einladung vom LandesausschuB der Nationalen Front 
Nordrhein-Westfalen. An der Tagung selbst beteiligten sich alle Lander 
Westdeutschlands, erschienen Personlichkeiten aus alien parteipolitischen 




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Das Jahr der Weltfestspieie 
der Jugend und Studenten 
fur den Frieden in Berlin 



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Rede des Slelhrerfreters des Ministernriisidenten Waiter Ulbridif vor der Vollcskammer am 31. Oktobar iosi 



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DAS RECHT 

AUF DEN FRIEDENSVERTRAG- 

LEBENSRECHT 



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DES DEUTSCHEN VOLKES 



BEDEUTSAME PRESSEKON FEREN Z ZUM SCHREIBEN DER REGIERUNG 
DER DDR AN DIE VIER GROSSMACHTE MIT AUSFUHRUNGEN DES 
MINISTERPRASIDENTEN GROTEWOHL, DES PRASIDENTEN DER 
VOLKSKAMMER DIECKMANN UND DES AUSSEN M I NISTERS DERTINGER 



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DAS 

GRUNDSATZPROGRAMM 
DER DAG 




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eschlossen vom Hauptvorstand am 9. 


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DEUTSCHE ANGESTELLTEN-GEWERKSCHAFT 

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DER 



FRIEDLICHE WEG 



ZU 



EINHEIT UND FREIHEIT 



2. BUNDESPARTEITAG DES BUNDES DER DEUTSCHEN 
Bonn, am 25. und 26. September 1954 



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Front-line University appeared in the August 
27, 1955, issue of the Neiv York Herald Trib- 
une-This Week Magazine. It is copyrighted, 
1955, by the New York Herald Tribune, Inc. 
and reprinted by permission. Photos: Page 3, 
United Press; Page 5, Wide World. 

Additional copies may be obtained by writing 
the Office of Reports, The Ford Foundation, 
477 Madison Avenue, New York 22, N. Y. 



FEB 1 1956 



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Atlantpolitiken 

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zur Handhahunij der offentlidien Fiirsorge 



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ordrhein-Weslfalen 



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Herausgegefoen zum Dienstgebrauch vom 

ArberitsausschuB der Vereinigung der Fursorgeverbande Westfalen-Lippe 

Druck: Westf. Verlagsanstalt Thiebes & Co., Hagen, Goldbergstr, 17, Ruf 4271 

Postscheckkonto.: Dortmund 35219, Bank: Sparkasse der Stadt Hagen 









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Jlslzl muB das Volk sprechen! 

Deutsche Manner und Frauen, deulsche Jugend! 

tug nach House geschlckt. 

jetzt 1st die Stunde gekommen, in der jeder ^Deutsche s Ich 
■ gegln Schmach und Vergewaltlgung zur Wehr setzen muB. 
cnr h,„ 2S Mai war der Bundestag einberufen worden. Mehr ais 
1 Driiel seiner Sgiieder beantr.gte. daB dfese Sitzung slch mil 
den i Kto tela sen solite. die Adenauer in wochen.angen ge- 
heLen Ve^ndLgen mil den Vertretern der Westmfichte ausge- 
handeH hat u„ d d!e er am Montag mil Mister Acheson unte, 

zelchnen will. 

Adenauer und die ihm hSrtge Mehrheit des Bundestages haben 
diese Aussprache verhindert. 

Dor Bundestag wurde nach House geschickt. ohne daB ihm der Text 
Gehefmvertrdge. des Generalkriegsvertrag* ,» **£»£ 

Uber KHeg oder Frieden, die Entsche.dung uber Einheit oder Spal- 
tung unserer Heimat - diskutieren durfte. 

Das 1st der Staafsstreich 

Das Vaterland, der Frieden und alle demokratischen Rechte 
und Freiheiten sind damit in hochster Gefahr. 

Die Verantwortung fUr die Zukunft der Nation ist jetzt in die Hande 

eines jeden Deutschen gelegt. 



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^Da« Portrat der Woche 

Theodor Heuss 

Ei ei, wer kommt denn da zum 1 . Mai nach Westberlin? Es M der 
Theodor HeuB, von dem die Welt bisher angenommen hat, er sei ein 
Mann, der zum Kampftag der Arbeiter keine Beziehungen hatte. Da 
hat man sich eben geirrt. DaB HeuB ein Revolutionar ist, hat er zum 
Beispiel bei dem vorjahrigen Empfang eines neuen danischen Diplo- 
maten klar bewiesen — er revolutionierte das bfsherige Zeremoniell, 
indem er gegen den Willen des Protokollchefs zum Frack eine Arm- 
banduhf trug. 

Sehen Sie, das hat man von ihm nicht erwartet. Und nun setzt er den 
Weg des ' Armbandrevolutionars fort, indem er die Arbeiter West- 
berlins am 1. Mai auffordern wird — nun, wozu eigentlich? Den 
Mund zu halten, wenn er, HeuB, und sein Kanzler Adenauer die 
Arbeiterjugend in eine neue Kriegsuniform stecken wollen. 
Herr HeuB wird sich irren. Er bleibt der Tradition seines Lebens 
treu r auch am 1. Mai, denn sein ganzes Leben ist ein Irrtum. Wer 
hatte sonst je sich vorstellen konnen, daB er noch 1949 wortlich 
sagte: „Ich bin absolut gegen eine deutsche Wehrmacht, ganz gleich, 
unter welchem Kommando sie stehen wurde." Es war nicht sein 
erster Irrtum, f ii r oder gegen was er seine Meinung auBerte, und 
es ist nicht sein letzter Irrtum geblieben. Selbst seine Freunde 
pflegen zu sagen, er lebe 1848, aber heute? Nein, im Heute lebt er 
nicht, und deshalb tragt er den amerikanischen Titel des Bundes- 
prasidenten. 

Theodor HeuB ist 1884 im wurttembergischen Brakenheim geborpn. 
Diese deutsche Sudwestecke hat doch sonst ganz vernunftige Leute 
hervorgebracht, Aus dem benachbarten Baden stammt zum Beispiel 
der friihere Reichskanzler Dr. Joseph Wirth, der nach seinen Erfah- 
rungen in der Weimarer Republik heute dringend davor warnt, de,n 
damaligen verhangnisvollen Weg noch einmal zu gehen. Bei: HeuB 
ist einfach ein Malheur passiert. In seiner Familie lebte die groB- 
burgerliche Tradition von 1848, und in diese Tradition hat er sich 
eingesponnen. Er sieht die Welt inicht, wie sie heute ist; er sieht 
sie mit den Augen eines Paulskirchenredners, und deshalb stimmt 
sein Urteil fast nie. Bei ihm liegt der Fall vor, daB Ideen, die einmal 
revolutionar waren, ein Jahrhundert spater, verbogen, der Forderung 
der schwarzesten Reaktion dienen. 

HeuB ist von Beruf Redakteur. Zu Beginn der zwanziger Jahre, als 
der Generalstreik der Arbeiter binnen weniger Tage den Kapp- 
Putsch liquidierte, pragte sich ihm die Macht der Arbeiterschaft so 
tief ein, daB er fur eine kurze Zeit ein- Stuck Wirklichkeit sah, wie 

sie war. . 

Damals, im Marz 1920, schrieb er ein Bandchen unter dem Titel 
Kapp— Liittwitz — das Verbrechen gegen die Nation". In dieser 
Broschure beschuldigte HeuB den Putschisten Kapp und dessen 
Offiziere, da3 eine ihrer Verbindungslinien ins englische Lager 
gefiihrt habe ; schrieb er, daB Churchill, den er als „Militaristen in 
seinem Denken" bezeichnete, fur die Verwirklichung seiner Plane 
qeqen die SWjetunion „deutscher Offiziere und Soldaten" bedurfe; 
schrieb HeuB, daB Churchill „ein militaristisch entschlossenes 
Deutschland" zur angeblichen „Sicherung Europas" fordere. Und 
HeuB urteilte: „Es ist fast tragisch, wenn deutsche Offiziere . . . 
zu dem beriihmten .Kontinentaldegen" Englands werden. HeuB 
p urteilte: „Man haBt England, ist aber halb bereit, sein Landsknecht 
gegen Osten zu werden." 




X-DO 2 59 



Aussicht auf eine Lehr- oder Arbeitsstelle. J^ ^ Um Jahr ^runurren zu mQssen, ohne 

Eine erschreckende Situation r>o 

„Bunde Sm inister £ S^^ ^ * — e r bei ra 
abgangen „in den Jahren 1952 bis 1955 Tab k\ "*' *» ^ 
^endl^e onne Leh , und A^T^* J«~ * 

| S^ulbank weg zu den Stempelstellen geben J^ ' ** "" ^ 




Da^u die ..Dusseldorfer Nachriehten", denen wir i m 

den ..Kommun^en" sympathisieren: ..Jenseits der 
Zonengrenze gibt es kei*e Jugendarbeitelosigkeit 
Von den 1 23 000 Lehrstellen, die nach dem Volkstirt 
schaftsplan (der Deutschen Demokratischen Republik) 
neu zu schaffen sind, durften - wie bereits Z ver- 
Sangenen Jahre - manche von Jugend]ichen ^ 

SnTlate Tr dle " ^ B - d -epublik nur 
emen Plate auf dem Arbeitsamt fanden." 

moCT kanD die ^^ ln d6r Deute ^n De- 

aCh t \ PUblik mehp V6rleUgnen - ES hat *<* 

Hel u :T en b6i ^ h ™^P-hen, da* die 
R — un d Deutschen Demokratischen RepubKk 

ge den ^nschen und besonders der Jugend 




zuwendet and groBzugig* MaBnah m en zur Forderung 
der Jug end durchfuhrt Selbst fc ^ ^ 

nchtenj berichten davon, daB in der Deutschen W 
kra^en Republik allein im abgelaufenen wTr . 
^ahr 400 bis 500 Millionen DM fur Zwec ke der 
F rderung der Jugend ausgegeben wurden und Z 
Haushalts.ahr 1951 - um ein Beispie] ^ ™ 

1^1 r en T Mr J ^^-bergen und Sport- 
aniagen vorgesehen sind. 

to trS dei " JUgend "^ d6S Sp ° rtS ^ die 
lionen DM T lT~ VaterIandes ™n 307 Mil- 

---95re^:^ e r 524 ' 2M --- 

Jeder J^dlicbe kann in der Deutschen Demokra- 

f 2h s PUbli V aCh ^^ d&r **«* einen B e- 
2 T * gnUng ^ S6inem Wu ^h wahlen 

Lehrhngshe^e.und Ausbildungsstatten stehen ihm ,n 



X-00 259a | 

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hmku^d^ T\ed$ die* fUMtMtyet 

Denkschrift des Hauptausschusses an Bundesprasident Heufi 



Der Hauptausschi.B fiir Volksbefragung hat eine Denkschrift gegen die verfassungswidrige Be- 
hinderung der Volksbefragung veroffentlicht. Die Denkschrift wurde Bundesprasident Theodor 
HeuB mit folgendem Schreiben fibermittelt, das von dem Vorsitzenden des Hauptausschusses 
dem ehemaligen Ersten Offiarier des Kreuzers „Emden", Kapitanleutnant Hebnutb. von Miicke, 
dem ehemaligen General Karl Hentschel, der sozialdemokratischen Stadtratin Frau Hoereth- 
Menge und dem Bremer Pfarrer Johannes Oberhof unterzeichnet ist. 



„Eure Exzellenz! 

Der HauptausschuB fur Volksbefragung gestattet sich, 
Eurer Exzellenz anbei eine Denkschrift zu iiberreichen, 
in der er seine Aufflassung iiber die gesetzliehen und 
verfassungsmaBigen Grundlagen darlegt, auf die sich 
die von ihm angestrebte unmifctelbare Entscheidung des 
deutschen Volkes iiber die Frage der Remilitarjisierung . 
und des Abschlusses eines Friedensvertrages mit Deutsch- 
land im Jahre 1951 stiitzt. 

Wir bitten Eure Exzellenz, diese unsere Auf fassung, 

die von maBgebenden Gelehrten des deutschen und 

n-nationalen Rechts geteilt wird, einer geneigten 

ung zu unterziehen und uns in unseren Bemuhungen 

•w^ a staatsburgerldcher Sicherheit und demokratischem 

Kecht, nach Frieden und Volkerverstandigung, mit Ihrer 

hohen Autoritat zu unterstiitzen." 

Die Denkschrift hat folgenden Wortlaut: 

Die Regierung der Bundesrepublik hat duroh BeschluB 
vom 24. April 1951 die Volksbefragung iiber die Remili- 
tarisierung DeutscMands und den AbschluB eines Frie- 
densvertrages mit Deutschland im Jaihre 1951 verboten 
und Anweisumgen gegeben, die Ausscbusse fiir Volks- 
befragung aufzulosen. Zur Begriindung des Verbots hat 
Innenminister Dr. Lefar erklart, die -Volksbefragung ver- 
stofie gegen die demokratische Grundordnung der Bun- 
desrepublik, sei verfassungswidrig und unterhohle den 
demokratischen Staatsaufbau. Der Kanzler und der 
Innenminister griinden das Verbot auf Artikel 9, Absatz 2, 
des Grundgesetzes. 

Dazu ist zunachst festzustellen, daB der Inhalt und 
der Zweck der angestrebten Volksbefragung gegen die 
RemiiHtarisierung Deutschlands und fiir den AbschluB 
eines Friedensvertrages mit Deutschland in keinerlei 
Gegensatz zu den politisohen Grundsatzen des Grund- 
gesetzes stent. Dies wird vor allem deutliich aus folgen- 
den Bestimmungen: 

1. Die Praambel des Grundgesetzes nennt als etas ihrer 
Ziele, „dem Frieden der Welt zu dienen". 

2. Nach Artikel 1, Absatz 2, des Gnundgesetzes bekennt 
sich das deutache Volk „zu unverletzlichen und unver- 
auBerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder 
menschlichen Gemeinschaft des Friedens und der Ge- 
reentigkeit in der Welt". 

Artikel 4, Absatz 3, des Grundgesetzes garantiert 
riioklich jedem Burger das Recht, den Kriegsdienst 
■w der Waffe zu verweigem. 

4. Artikel 24, Absatz 2, des Grundgesetzes verpflicntet 
die Bundesregiemng aiisdrucklich zu einer AuBenpolitik 
der FriedenssicheTung. 



5. Artikel 26, Absatz 1, erklart aile Handkingen fiir 
yerfassungswidrig und strafbar, „die geeignet sind und 
in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zu- 
sammenieben der Volker zu storen, insbesondere die 
Fuhrung ernes Angriffskrieges vorzubereiten'. 

Der Kommentar von Giese (2. Auflage, Frankfurt am 
Main 1951) sagt ausdrucklich, daB jeder VerstoB gegen 
diesen Rechtssatz „auf alien Rechtsgebieten, verpont, 
insbesondere als Rechtsgeschaft und als Verwaltungs- 
akt ungultig und unverbindlioh von alien Organen des 
Bundes und der Lander zu verhindern und zu ver- 
folgen" sei. 

In ihrer Zielsetzung, die Remilitarisierung Deutsch- 
lands zu verhindern und einen Friedensvertrag mit 
Deutschland zu erreichen, steht die Volksbefragung also 
nicht nnr in keinerlei Widerspruch zum Grundgesetz, 
sie nnterstiitzt und fordert vielmehr die dort dargelegten 
Ziele. 

Sie betrifft femer nicht irgendeine untergeordnete 
Frage, sie zielt vielmehr ab auf die Entscheidung iiber 
Krieg oder Frieden, Untergang oder Existenz des deut- 
schen Volkes. Sie bebandelt die Grundfragen des staat- 
lichen und mationalen Bestandes Deutschlands; denn 
es besteht kein Zweifel, daB die Remilitarisierung 
Deutschlands in den Krieg und damit in die Gefahrdung 
des Bestandes unseres Volkes fiihren miiBte. Damit be- ' 
zweckt die Volks-befragung, ohne das Problem der ver- 
fassungswidrigen Ordnung in der Bundesrepublik, iiber- 
haupt aiufzuwerfen, die Abwendung einer drohenden 
Zerstorung der Grundlagen des gesellschaftlichen und 
staatlichen Aufbaus Deutschlands schlechthin, gleich, 
welchen Charakter er trage. Deshaib ist die Volksbefra- 
gung ndcht die Unterwuhlung der verfassungsmaBigen 
Ordnung, sondem im Gegenteil die Abwendung der 
durch die Remilitarisierung drohenden Verndchtung jeg- 
licher staatlichen Ordnung in Deutschland. 

Sie entsprioht damit dem Vorspruch des Grund- 
gesetzes; denn dort sind als Beweggrunde und Ziel- 
setzung der Verfassungsgebung nicht der Untergang des 
deutschen Volkes in einem neuen Krieg, sondem seine 
Wahrung als Nation und Staat proklamiert. 

Des weiteren ist festzustellen, daB das Ziel der Volks- 
befragung, eine Entscheidung gegen die Remflitarisie- 
rung Deutschlands herbeizufuhren, ein volkerrechtlich 
und verfassungsmaftig garantiertes Recht ist. 

In einer Reihe von internationalen Abkommen, ins- 
besondere im Potsdamer Abkommen, wurde die Demili- 
tarisderung Deutschlands und das Verbot jeder Remili- 
tarisierung festgelegt. Das Potsdamer Abkommen ist von 



2 59 



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e Jugend fordert 




Das Augsburger Schwurgericht wird wohl noch nip ei™ o *««, « 
ekelerregende MassenmSrderin auf ihrer AnkWaLXr Lw Xl?^™* Und 
die ehemalige Kommandauaa dea KZ Buohe^ald S fl ? bfSriJS 5« b ? n * f e 

Garicht noch nicht die Entacheidung, daaa afffS d'enlaigen^el? is?. 

Die Oeffontlichkeit ist emport daruber. dass ihr aus den Reih^ H«v 
ontlassenen Kriegsverbrecher, die alia sal bat nf S f« a^Vi £ , 
horen, noch "Entlaatungazaugan? geatellt werdenf " Ankla S eb - ank S e " 

Mit Recht fragS die Jugend: 

Dexreioen, Use Koch als "Spezialistin" ?emn Kriees- unfl »j«$-p«, 

Verbrechen ihre gerechte Aburteilung erhalt ? 

REMILITARISIEROTG - o H N E U g g ! 

SCfiLUdS MIT DER KOLONIAUUSTIZ ' 
DEUTSCEES GERICHT PUER DEUTSCHE*! 







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zum Frieden! 




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Bitte lesen und weitergebenl 




wirtschafHichen Folgen 



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der Remilitarisierung xD i 2M M 



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Die verhangnisvollen Folgen der USA-Besatzungspolitik und der Kriegsvorbereituhgen zeigen sich 
am drastischsten auf dem Gebiet der Wirtschaft. Die Kriegsvorbereltnngen slnd eln Riesengeschaft 
fiir die Konzern- und Bankherren der USA. Die Zeitschrift „U. S. News and World Report", die im 
Namen der USA-Monopolisten spricht, schreibt in einem Artikel, der sich mit der Krise in den USA 

beschaftigt: 

„Nach Korea wird es in der Welt immer noch Gefahrenpunkte geben, die fiir den KongreS 
eine Ermunterung sein werden, die geforderten Mittel fiir Kriegsaufriistungen zu bewilligen. 
Wenn der Krieg in Korea zu Ende geht, dann bleibt die .Chance' einer Auseinandersetzung 
mit China iiber die Insel Formosa. Die USA bleiben in der nachsten Zukunft das Weltarsenal 
Nr. 1. Daher wird auch nach Meinung unserer .Wirtschaftsplaner' das Kriegsgeschaft weiter- 
hin ein gutes Geschaft bleiben. Unsere Planer sehen keine ernsten Riickschlage voraus, 
siolange mit der Aufrustung fortgefahren wird, selbst wenn sich die gespannte Weltlage 
lockert." 

Im Interesse der Erhohung der Riistungsgewinne der Konzerne Morgan, Rockefeller, Mellon usw. 
wurde riicksichtslos in die westdeutsche Wirtschaft eingegriffen. Neben der Drosselung des Exports 
von westdeutschen Qualitatswaren suchen die amerikanischen Besatzungsbehorden vor allem den 
innerdeutschen Handel zu drosseln und haben der Bonner Regierung Direktiven gegeben, wie die 
Kosten der Remilitarisierung auf die westdeutsche Bevolkerung abgewalzt werden sollen. 

Die westdeutschen Wirtschaftszeitungen heben hervor, daB die Remilitarisierung die wirtschaftlichen 
Moglichkeiten Westdeutschlands weit ubersteigt, da Westdeutschland schon mit hohen Besatzungs- 
kosten belastet ist. Wenn die Kosten einer Panzerdivision mit mehr als zwei Milliarden Westmark in 
Rechnung gesetzt werden, so kann sich jeder westdeutsche Burger selbst ausrechnen, um wieviel 
seine Lebenshaltung gesenkt wird, damit diese Riistungskosten bestritten werden konnen. 

Im laufenden Steuerjahr sollen nach den Vorschlagen von Finanzminister Schaffer die Steuer- 
lasten von 21 Milliarden um weitere zehn Milliarden Westmark erholit werden. Adenauer 
erklSrte, daB mit einer weiteren 30prozentigen Erhohung der Preise im Bundesgebiet gerechnet 
werden miisse. Die Mieten fiir die Wohnungen aus der Zeit vor 1924 sollen um 30 Prozent 
und fiir die zwischen 1924 und 1939 gebauten Wohnungen nm 15 Prozent erhiiht werden. 
Weiter soli eine Frhohung der Licht- und Gaspreise und der Verkehrstarife erfolgen. 

Die sozialdemokratische Volkszeitung fiir Schleswig-Holstein schrieb in einem Artikel iiber die 
Bonner Politik u. a.: 

„Was uns heute gerade auf dem Sektor der indirekten Steuern zugemutet wird, ist wohl das 
Unsozialste. was zur Zeit ein Staat seinen Burgern aufoktroyiert." 

Dem Wirtschaftsminister Ehrhard wurde von alliierter Seite ein Plan iiber die Einfiihrunsr 

der ZwangSWirtschaft vorgelegt. Ein Vertreter der deutschen Industrie auBerte dazu: 

„Die hier geplante Zwangsbewirtschaftung geht viel weiter als die von Hitler." 

Am schwersten leidet heute schon die werktatige Bevolkerung unter der Teuerung. 



Die Brotpreise und die Preise anderer 
Lebensmtttel wurden erhoht. 



Nach dem Bericht des Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts der Gewerkschaften verdienen zwel 
Drittel der westdeutschen Bevolkerung unter 250 D-Mark brutto im Monat. Nach dem Bericht haben: 
,,6,1 Millionen, das sind 27,1 Prozent alter Einkommenbezieher, ein Monatseinkommen unter 

100 D-Mark; 8,3 Millionen Oder 36,8 Prozent liegen mit ihren monatlichen Beziigen zwischen 

101 und 250 D-Mark. Insgesamt gibt es also in der Bundesrepublik 14,8 Millionen oder 63,9 Prozent 
aller Einkommenbezieher, die im Monat iiber weniger als 250 D-Mark yerfiigen." 

Der Durchschnittsverbrauch pro Kopf ist in Westdeutschland bedeutend niedriger als vor dem 
zweiten Weltkrieg: 

1937 1950 Senkung 

N kg kg L v.H. 

Fette 26,9 20,7 — 23 

Fleisch und Fleischwaren 30,5 17,0 — 47 

Fisch und Fischwaren . . . ". 12,2 , 11,0 — 10 

Zucker 24,0 23,0 — A 












A. 



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Uruf on alle Deutsche!. 



eufsche Mflnner, Deutsche Frauen, deutsche Jugend! 




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Unser Vaterland ist aufs neue vom Kriege bedroht. Gegen den Willen def friedliebenden Bevolkerung 
werden deutsche Militarverbande aufgestellt, wird die Rustungsproduktion wieder in Gang gebracht. 
Dadurch werden der Frieden und die Zukunft unser es Volkes gefahrdet. 

Remilitarisierung ist heute schon wachsende Not und wird morgen Krieg und Vernlchtung sein. 
Von dieser Erkenntnis geleitet, beschlossen 1700 Detegierte im Namen von Millionen Deutschen am 
28. Januar d. J. auf dem Essener KongreB einstimmig, die Bundesregierung aufzufordern, eine Volks- 
befragung durchzufuhren, urn der Bevolkerung die Moglichkeit zu geben, auf Grund ihres demokrati- 
schen, verfassungsgemaBen Rechts zu entscheiden, ob sie fur oder gegen die Remilitarisierung Deutsch- 
lands und fiir den AbschluB eines Friedensvertrages ist. 

Eine dort gewahlte Abordnung hat der Bundeskanzlei am Tage darauf In Bonn den beschlossenen An- 
trag uberreicht. 

Die Abmachungen des Bundeskanzlers Dr. Adenauer mlt General Eisenhower fiber die Durchfuh- 
rung einer Wiederaufriistung waren eine klare Ablehnung dieses Anliegens der deutschen Be- 
volkerung. 

Das deutsche Volk aber wird sich auf keinen Fall eine Wiederaufriistung aufzwingen lassen, 
denn sie fuhrt ins sichere Verderben. 

Remilitarisierung bedeutet Krieg. Entmilitarisierung aber bedeutet Frieden und eine gluckliche Zukunft. 
Da die Regierung gegen den Willen des Volkes und 1m scharfsten Widerspruch zu den demokrati- 
schen Grundrechten die Durchfuhrung einer Volksbefragung ablehnt, muB das Volk selbst entschei- 
den. 

Jeder muB darum nach seinem Gewissen, nach seiner Verantwortung und aus seiner Liebe zu Deutsch- 
land folgende Frage mit „Ja" beantworten: 

Sind Sie gegen die Remilitarisierung Deutschlands und fiir den AbschluB eines Friedensvertrages 

mit Deutschland im Jahre 1951? 

In Uebereinstimmung mit dem Willen aller Kreise und Schichten, die den Krieg ablehnen, fordern wir 
Unterzeichner des Aufrufes dazu auf, sofort mit der Vorbereitung der Volksbefragung zu beginnen. 
Nehmtalso uberall in Aussprachen, Versammlungen und Beratungen zu dieser Aufgabe Stellung. Bil- 
det sofort in alien Landern, Kreisen, in Stadten und Dorfern, Betrieben, Hochschulen und Verwaltungea 

AussGhUsse fiir Volksbefragung. 

Der Krieg bedroht alle Deutschen, ob Mann oder Frau, ob alt oder jung, ohne Uhterschied des Standes 
und Berufes. Daher muB auch das ganze deutsche Volk ohne Unterschied des Glaubens, der Weltanschau- 
ung und der Partei in den Ausschussen fiir Volksbefragung vertreten sein. Alle friedliebenden Deut- 
schen haben die Pflicht, Uberall solche Ausschiisse ins Leben zu rufen. Die Vertreter aller Schichten der 
Bevolkerung, die ftihretiden Personlichkeiten des politischen, gewerkschaftlichen, sozialen, wirtschaftli- 
chen und kulturellen Lebens fordern wir auf, diesen Aufruf an das Gewissen der Nation durch ihre Un- 
terschrift zu bekraftigen. 

Das deutsche Volk hat ein Recht auf den baldigen AbschluB eines Friedensvertrages, damit es ohne 
Besatzungstruppen und ohne Okkupationsbehorden iiber sein Schicksal selbst bestimmen kann. 
Die Volksbefragung gegen die Remilitarisierung und fiir den AbschluB eines Friedensvertrages muB 
und wird zu einem groBen Sieg iiber den Krieg fiihren. Das deutsche Volk hat jetzt das Wort. In seiner 
Hand liegt eine Entscheidung von weltgeschichtlicher Bedeutung. 

HauptausschuB fur Volksbefragung 

■sihsrf von Schonalch, Seinfeld (Hoist.), President der Deutschen Friedensgesellschaft / OberbOrgermeister i. R. Wilhelm EMes, M.GIadbach / Claudia Kurn. 
on" X. Vorsitzende des „Neutralen Deutschland'' / Kail Hentschel, Miinsler, ehem. Generalmajor / Ludwig Schuh, FUrth (Bayern), Vorsitzender des Aus~ 

* i NOrnberg-FOrther Betrlebe gegen Remilitarisierung / Reinhold Schneider, Freiburg I. Br., Schriftsteller / Manfred von Brauchitsch, Starnberg (Obb.f, 

di /th-Menge, StacKrat In Miinchen / Willi Agatz, Essen, Bergarbeiter / Pastor prim. Johannes Oberhof, Bremen I Adam van Eydc Bad MOnder, Mit- 

liai. i ^— , Kurotoriums der .Deutschen Gemeinschaft" / Johannes Tralow, Gautlng bel MUnchen, Mitglled des PEN-Clubt / Hellmuth von MUdce, Ahrensburg 
Hoist.), ehem. Kapltdnleutnant / Prof. Julius HOther, MUnchen, Kunstmaler / Christa Thomas, OOsseldorf / Gustav Gundelach, Hamburg, Mitglied des Prasfr 
ium des Bundestages / Henriette ROhle, Opiaden / Fritz Thrun, Mitglled des Betriebsrates der Hasper Hutte, Hagen-Haspe / Georg Schwarz, Soils, 
fctger des llteraturprelses der Stadt MUnchen 1950 / Walter Diehl, Mainz, Student der Theologle I Max Zimmermann, Vorsitzender _ der Gold- und Silbee. 
iMntade-tnnung Augsburg / Wilhelm Idler. Geschaftsfuhrer dee Erwerbslosea-Ausschusses Wllhelmshaven / Dipl.-lng. Oskeu Neumann, MUnchen / Frit* S" 



L Aufruf 



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Werktatigen Europas! 



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Werktiitige Europas t 



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Wahrend uns noch die Ruinen und die Zerstorungen des zweiten Weltkrieges vor Augen 
stehen, wahrend die Schrecken dieses Krieges'noch in alien unseren Gedanken gegenwartig 
sind, ist der dritte Weltkrieg bereits in Vorbereitvmg. 

In Westdeutschland und Westberlin werden deutsche Fabriken wieder zu Kriegsbetrieben. 
Die Nazifiihrer nebmen ihre Platze wieder ein Krupp ist befreit, eine deutsche Armee ist im 
Wiederaufbau begriffen. 

Die Remilitarisierung Deutschlands unter der Fiihrung der imperialistischen Krlegsbrand- 
Etifter ist die direkte Vorbereitung eines Krieges, 

Dentsehe Arbeiter! 

Setzt Eure geeinte Kraft der Wiederaufrustung Eures Landes entgegen. Ihr wollt nicht die 
Kosten eines neuen Krieges tragen. Nach so vielen Jahren des Elends und der Leiden wollt 
Ihr endlich gemeinsam mit den Arbeitern der anderen Lander den Frieden sichern. 

WerktStige Europas! 

Welches auch Eure politischen und religiosen Anschauungen sind, wir haben die Ueber- 
zeugung, daS Ihr alle aktiv an der Bewegung gegen die Remilitarisierung Deutschlands teil- 
nehmen werdet. Bedient Euch geeigneter Formen des Kampfes gegen die Remilitarisierung 
Deutschlands: Organisiert Versammlungen, fuhrt Unterschriftensammlungen durch, appelliert 
an die Regierungen, schafft Komitees der Aktipnseinheit usw. in den Betrieben, Orten und 
auf nationaler und intemationaler Ebene! 

Arbeit er und Arbeiterinnen! 

Nur Eure einheitliche Aktion gegen die Wiederaufrustung wird den Frieden in Europa er- 
zwingen. Alle ehrlichen und aufrichtigen Menschen sind in diesem groBen Kampf mit Euch! 

Helfen wir alle gemeinsam mit besten Kraften dem deutschen Volk, das ein geeinigtes, 
frledliches und demokratisches Deutschland fordert! 

Es lebe die Einheit der deutschen Werkttitiqen in ihrem Kampf gegen die WiederoufrOstung! 
Es lebe die Internationale Solidarity der Werktatigen alter Lander! 






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einer der ersten Oberbannfiihrer 
der Hitler-Jugend. Mit diesem 
Satz eroffnet Wilhelm Jurczek, 
Hamburg, seinen Aufsatz „Die 
Remilitarisierung muB verhin- 
dert werden" in der Flugschrift 
„Ohne uns" der moskaugelenkten 
„Nationalen Front" Berlin. „Es 
muB ein Ausgleich zwischen Ost 
und West auf Grund der ver- 
niinftigen (!) Prager Beschliisse 
erzwungen (!) werden", heiBt es 
weiter darin: „Mit mir zusammen 
werden Hunderte von ehemaligen 
Of fizieren und Tausende .von ehe- 



maligen Soldaten aufstehen und im Friedenskampf auf die StraBe gehen. 
me r!xausen d e" sind vorlaufig nur 18, die einen Brief an Grotewohl, den 
Eter Prasidentea der sowjetdeutschen Satellitenregierung, schneben den 
Wi«DrWal,l diktierte. Towaritsch Grotewohl versicherte stalmisti- 
sches Wohlwollen. 

Wer ist dieser Jurczek? 

Dieser wie er S ich bescheiden nennt, ehemalige „erste Oberbannfiihrer" Jurzek 

TmoTten setzt er der Mimikry halber ein slawisches c in semen Namen - 

Hefsln ^20« die hier abgebildete Fostkarte mit eigenhandiger Star- 

unters^Ht von sichlrucken und von seinen Pimpf en verkaufen, die mm damit 

"sirBUdlg^ e'zurNSV, als Kreisamts.eiter in Stach... Die vielen Amts- 



V^VO^^C {kr&L 



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Arbeiter mid 4rbeiteri 
Sehaffende Jugend! 

Werktitlge In Stadt nnd Lands 



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Gestaltet den 1. Mai, den Kampftag der Werktatigen der ganzen Welt, zu einer mach- 
tigen Kundgebung gegen die Remilitarisierung Deutschlands fib die Verteidigung und 
Festigung des Friedens. 

Schon immer brachte der 1. Mai den einheitlichen und geschlossenen Willen der Werk- 
tatxgen alter Lander zum Ausdruck. Die Forderungen der Arbeiter fur die Verbesserun* 
ihrer Lebenslage sind gerecht und miissen deshalb erkampft werden. In diesem 

Kampf gegen Ausbeutung und Unterdriickung 

erstarkte die Kraft der Werktatigen. Sie ist imstande, den Kampf um die Verbesserung 
des lebens, gegen Kriegsgefahr und fur die Erhaltung des Friedens siegreich zu fuhren? 

letzten Wunden sind noeh nieht verheilt 

Noch sind die grauenvollen Spuren des letzten Krieges nicht vorttber, noch sind die 
Tranen unserer Frauen und Mutter nicht getrocknet, und wieder sind Krafte am Werk, 
die Volker in ein neues Massenmorden zu sturzen. Jeder von uns kennt die Schrecken 
des Krieges, der so viele Angehorige, die uns lieb waren, in den Tod gerissen hat. Jeder 
von uns ennnert sich der morderischen Bombennachte, in denen weinende Kinder an 
der Brust ihrer. Mutter„ers_chlagen und yon herabsturcenden Trummern begraben wurden. 

vHeder<dai-l s©leb ein Ungjfflek 

liber friedSiche Mensehen hereinbreehep I 

^-nanhellenArb^^^^ 

soil glucklifch und froh semSielTll ^^ ^^ UnSere Ju ^d 

friedlichen Welt. Es gTbt aber M^nsL Sf S bes f™ ^n zu meistern in einer 
der sogenannten SCtT JEStf JET/?. "^ ^ ** Deckma ^ 
Werktatigen in einen ^^7^ £££S£%L2^^ * 
erhohunge rauben uns die Kriegstreiber das Geld, um^SS^^tST 

sr^r-g^^ergS^r^? - M r - r= 

standigen Veramumg in Stadt und Land *** **" MaBnahme * ™*en zur 



einige Arbeiterklasse wii-d siegen 




Frieden zu festige, ^S^ST^l^T^^^^ ^ ** 
der Europaischen Arbeiterkonferenz in Berlin veSnugtTn * *«*-■«« 

Du, sozialdemokratischer, kommunistischer und christl,VW a^>u , r, 
Arbeiter, werktatiges Madel, werktatiger faS wSJtL"*?^ ' ParteU0Ser 
tet nicht um Parteizugehorigkeit und Weltanschauung, n ^^mmen und strei- 

hoher Kriegsgefahr, entsehlosL S^SSSStSZ ". 2 * 2T ' StU "* 
gemeinsam fur «he Verbesserung Eurer Lebensie- entgegenzutreten! K*** 



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Mutter und Frauen 

Westdeutscklands! 



Ein furchtbarer Krieg bedroht die ganze Menschheit. 
Wir Frauen und Mutter miissen uns eng zusanv.ne'n- 
schliefien, um unseren Kindern und unseren Mannern 
das Leben zu retten, um unsere Heimat zu erlialten. 



Die Kriegstreiber remilitarisieren Westdeutschland, urn von dort aus den Krieg zu 
beginneri. Dieser Krieg bringt Tod und Vernichtung. 

Wir Frauen und Mutter aller Volker, die den Frieden lieben, wie Ihi" ihn liebt, rufen Eucli : 

Um unserer Kinder willen 

verhindert die Remilitarisierung Deutschlands, Ia(5t Eure Sohne nidit rekrutiercn! 

Um unserer Kinder willen 

vtrhindert die Herstellung von Waffen und Munition in den Fabriken! 
Verhindert den Transport von Kriegsmaterial in Eurem Lande! 



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Potodamer Abkommen tttaSSriiSS! 

IMd rouate die Bevfflkerung Helm- 

matboden verlawen. Die BefertlBunM- 

wEE^E*" V* 1 *"™*" und im 

£S53sbsm5 

der wSSJSmS *' In * el Helgoland 
a« wlrtechaftUchen und wiuenachaft- 

leuer mehr weirt den Schiffen den \v>g, 




iTSWJT 







22? Um *• lMel »tod zentort dla 

gemacht, die Nord«eefl»cher «rfne.\rtch- 
Hgen Hafens beraubt, ^^ 

t.n y °d.V l ?*f £L te WUIde *« Betre- 
Dieae Drohungen loiten elne jwL 

deutachlanda und insbeaondn-. ,.,.(_ j 
ehernallgen HMifflSJSS iSSSS 
fbchern au.. Am » KSuTlffiS 

raeinen Kuttem die Fahrt na<* rt»r 
ten"^""^ ?*»l«idS uSdlaaaH 
?f* r, « i > abenteuerlldier und stttr- 
miaeher Fahrt bel Windattrke T-t 

Die von Hanj-Peter Oottache mint*.' 

der Students Sie etotedugeSe^uS 
Ziel: Die Einitel- 
lung der Kriega- 
Ubungen der Ter- 
rorbombep auf 
Helgoland zu er- 
zwlngen und dleae 
deutsche Intel 
elnem neuen fried- 
lichen Zweck zu- 
zufUhren. 



Wu landen die Uelgolaodtabrer twf 



»Der einatmala itolze rote F.l._ Lt 
ten geblleben, der ehemaligeTa^unn. 




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h«tte .ichZ^SSSru5 e ta?, ™°C 
*«Be voratellen kannSf Aus * 

Unaer Plan: 
''£? *!S. <toer Schubhutte fttr in See- 

arlSten*^?^ "tortmit AufrSumungt- 




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DER HELFER 

Materialien des HA (Nr. 4) 



.3-QCi 25 
Cam 



Wie verhalie ich mich bei enter Haus- 
suchung und Beschlagnahme? 

Dieses Malerial gilt nur fur das ehemalige preuss. Siaalsgebiet 



Das Wichtigste: Nicht einschiichtern lassen! 




Es schellt. Vor der Tiir stehen zwei Polizeibearate und 

ein Zi vilisl. 

„Wohnl hier Herr Meier? — Oeffnen Sie bitte die Tur 
— Polizei — Haussuchung." 

Was soil Herr Meier nun tun? Soil er die drel vor der 
Tur slehen lassen, odei soil er die TUr aufmachen? 
Auf alle FSlIe 13flt er sie zunSchst einmal n cht In die 
Wohnung herein. ZunSchst muB Herr Meier seine unge- 
betenen Besucher auflordern, sich auszuwelsen. Haben sie 
das getan und Herr Meier hat sich lhre Namen, An- 
schriiten usw. au'geschrieben, dann fragt er sie am 
besten danach, in welcher Eigenschait sie zu ihm kom- 
men 

Haussuchungen diirfen namlich nur von so'chen Polizi- 
sten vorgenommen werden, die zu „Hilfsbeam'cn der 
Staatsanwaltschaft" bestellt worden sind. Das sind in 
der britischen Besatzungszone — aulicr Hamburg — die 
Polizei- und Kriminalpolizeimeister, Oberwachlmeis'ax, 
Inspcktoren, Oberinspektoren, ierner diejen'gen Polizei- 
wachtmeisler, die als Wachthabende selbstandige Poslen 
liihren. Weiter gehdren dazu die Leiter einer Polizei- 
dienststelle und Kriminalpolizeiwachtmeister, soweit sie 
als selbstandige Sachbearbeiter tatig sind. 

Hat Herr Meier die gewflnschte Auskunit erhal!en und 
handelt es sich bei seinen Besuchern tatsachildi um 



nHil'sbeamte der Staatsanwaltschaft", so lSBt Herr Me'er 
sich zweckmSBigerweise auch noch den schriftliclien rich- 
terlichen Durchsuchungsbefehl zeigen. 

Der Staatsanwalt und die „HilIsbeamte n der Staatsan- 
waltschaft" dttrfen die Haussuchung namlich nur wit rich- 
terlichem Durchsuchungsbefehl durchftihren, es sei denn, 
es llegt „Gefahr lm Verzuge" vor. Nach den b'sherigen 
Erfahrungen wird die Polizei natUrlich Herrn Meier er- 
zahlen, es liege „Gefahr im Verzuge" vor. Aber diese 
Behauptung wird meist ohne genaue Ueberprii'ung der 
Lage aufgestellt. Deshalb muB Herr Meier den Polizislen 
sofort erklaren, daB keine Gefahr im Verzuge 1st. 

Sind die Besucher „HiI'sbeamte der Staatsanwaltscliaft", 
dann mufi Herr Meier sie einlassen. 

Handelt es sich bei den Besuchern von Herrn Meier nicht 
um „Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft" uni ISnnen 
sie keinen richterlichen Haussuchungsbefehl vorwe ! sen, 
so kann Herr Meier sie getrost vor der Tiir slehen 
lassen. 

Sollten die drel Herren versuchen, mit Gewalt In d'e 
Wohnung einzudringen, so muB Herr Meier si a darauf 
aufmerksam machen, daB sie fiir entstehenda Schaden 
auf Grund ihrer rechtswidriqen MaBnahme persSnlich 
ha'lbar gemacht werden. (Hausfriedensbruch im Ami, 
Amtsanmafiung, Verpflichtung zum Schadenersatz.) 



Durchsuchungen 



c 



Nehmen wlr an, die drel Polizisten vor der Haustflr von 
Herrn Meier kiimmern sich nicht um Recht und Geselz, 
sondern fiihren slur die Bsfehle ihrer Vorgesetzten aus. 
Sie dringen Irotz aller Hinweise und Rech'.sbelelirungen 
in die Wohnung ein und beginnen mit der Durchsuchung. 
Dann muB Herr Meier verlangen, dafl die Polizisten einen 



oder zwei Zeugen, die In der Nahe wohnen und n'cht 
Polizeibeamle sind, bei der Durchsuchung hiu/uziehen. 
Notfalls werden die Nachbarn herbeigerufen. 

Die Papiere von Herrn Meier dttrfen grundsatzlich nur 
vom Kichter durchsucht werden. Die Polizisten haben die 



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ascherin und Platterin 



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Die Verkauferin im Backerhandwerk 



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Neuerwerbungen 



der 



2 ~ MAR18 
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Bibliothek der Hochschule fiir Welthandel 
im Studienjahr 



1955 f 1956 
IV. 

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1. Juli 1956 - 30 . September 1956 




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Neuerwerbungen 



der 

Bibliothek der Hochschule fur Welthandel 
im Studiergahr 




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1955 / 1956 



III 



1. April 1956 - 30.Juni 1956 







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LE COMMUNISME TEL QU'IL EST 



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FICHES DOCUMENTAIRES 

editees par le 

COMITE SUISSE D'ACTION CIVIQUE 
Q 

rue Enning 1 Lausanne 




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des 

Deufschen Industrieinsfifut 



Oruck und Verlag: Deutsche I n d u »tr ieve r lag s-G m b H Koln 5, K a i s e r- Wilhel m - 
Ring 3-5 • P o 1 1 s c h I i e 8 to ch 95 • Fer nruf-S.-Nr. 5 81 61 • Fe r n sch r ei ber 088/768 
Chef reda kleu r und ve rontwortl ich fur den Inholt Dr. Wolfgang Monsfeld, Koln 




Nr. 26 



25 o Juni 1956 



Sorgen des franzb'sischen Unternehmertums 



Von Georges Villiers 



.4 

.29 



Auf der Generalversammlung des Conseil 
National du Patronat Francais, des Ver- 
bandes der franzosischen Unternehmer , 
hielt ihr Prasident, Georges Villiers, 
am 14. Pebruar 1956 einen Vortrag, dem 
wir nachst ehenden Auszug entnehmen 



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Eine eingehende Analyse der Entwicklung des Volkseinkominens zeigt, wie 
uBerordentlich ungenligend der Anteil produktiver Investitionen ist; sie 
Lnd wesentlich weniger rasch angestiegen als die Aufwendungen fur Ver- 
rauchsgiiter, im Gegensatz zu dem, was wir im allgemeinen im Ausland 
feststellen kormen. Es leuchtet ein, daB die franzosische Wirtschaft 
einem raschen Abstieg entgegen gehen wurde , wenn das Niveau der Inve- 
stierung so mittelmaBig bliebe. Das Anwachsen der Bevolkerungszif fer 
miiBte dann unvermeidlich zu einer fiihlbaren Senkung des lebensstandards 
fuhren» Die "Comission des Comptes de la Nation" (ein vom Par lament 
eingesetzter AusschuB fur Wirtschafts- und Finanzf ragen) hat das klar- 
gestellt. Es ist also kein Anzeichen fur Pessimismus , wenn man standig 
die Aufmerksamkeit der offentlichen Meinung und der Staat sbe horden 
auf den kiinstlichen Charakter des gegenwartigen wirtschaf tlichen Gleich- 
gewichtes lenkto GroBer Klugheit , verbunden mi t zaheren Ans trengungen 
als bisher, wird es bediirfen, urn mehr Mogli cnk ei ten fur produktive 
Investitionen ausfindig zu machen und ein echtes Gleicngewicht im AuBen- 
handel wieder herzustellen; andernfalls werden die Inf lat ionsdrohungen 
Wirklichkeit , und die heute spiirbare Hoffnung auf eine bestandige wirt- 
schaf tliche Expansion wird ruiniert. Insbesondere ist klar, daB j ede 
autoritar verfiigte Lohnerhohung , sei sie direkt oder indirekt, bei 
der augenblicklichen angespannten Lage der Produktionskosten unmittelbar 
zur Inflation flihren muB . 

Eine wirkliche Gesundung der Wirtschaft und eine voile Ausschbpfung 
aller Expansionsmoglichkeiten ist nur mogli ch, wenn der Staat sich be- 
miiht, die Lasten der Industrie und des Handels nicht noch mehr zu stei- 
gern und ihren Spielraum nicht noch weiter zu begrenzen, Wie soil man 
einen Betrieb auf lange Sicht leiten - und das ist vor allem auf dem 
rebiet der Produktionskosten unerlaBlich -, wenn jahrlich und sogar 
ft monatlich neue unvorhergesehene Belastungen hinzukomm en? Unsere 
irtschaf tskommission hat in dieser Hinsicht eine besonders instrukti- 
ve Zusammenstellung der steuerlichen und paraf iskali schen Entwicklung 



L 




LANDESVERKEHRSWACHT 

NORDRHEIN-WESTFALEN E. V. 

GEMEINNUTZIGER VEREIN -$y 
Schirmherr: Ministerprasident Karl Arnold, Dusseldorf 



DUSSELDORF, <*» 

BismarckstraOe 41 19 5 7 

Fernruf 2 89 72 

Bankkonto ■. Stadt. Sparkasse Dusseldorf Nr. 13000 
Postscheckkonto : Essen 35567 



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Reden und Ansprachen 



wahrend der 



Studienfahrt in die Schweiz 



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der 
Landesverkehrswacht Nordrhein-Westfalen e.V« 



rait 33 Teilnehmern 



2 5 . bis 27. Okto ber 1956 



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X-DD259 
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GEMEINSAM 




ARBEITEN 



Dsr Senator 
fur Wirtschaft und Kredit 
Ern ID 



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Lebensmittel-Einfuhren 



Land: Berlin 



Bericht K 3 

MG Food July 47 

CCG- Control No. 2754 



Woehenschluss: 13. 10. 1956 



Warenart 



Herkunft 



G-esamtmenge 

M.-Tonnen 



Brotgetreid e 

a) Weizen 

b) Roggen 



Me hi 

al We izenmehl 



b) Roggenmchl 



Nahrmlttel 
Griess "' 



Fett 

a) Butt or 



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b) Margarine 

c) Schmalz 

d) Speisefett 

e) Margarine Rohstoffe 

Fl eisch 
a] Fleisch 




Bundesreserve 

Bundesreservo 
Niedersachsen 
Hamburg 



Niedersachsen 
Schlesw. -Hoist. 
Bremen 
Hamburg 

Niedersachsen 
Bremen 
Hamburg 
Schlesw. -Hoist . 

Niedersachsen 

Schlesw. -Hoist. 

Hamburg 

Bayern 

Hessen 

Niedersachsen 

Bundesreserve 

Baden-Wurtt. 



316,877 
24,000 

606,993 

198,604 

37,495 
78,720 

163,750 

214,500 
89,400 
20,000 
53,600 



8,910 

46,951 
105,223 

4,290 
21,279 
53,076 

1,000 






504,766 
947,870 

478,569 

377,500 

60,000 

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240,729 



Niedersachsen 


47,445 


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Hamburg 


82,410 




Schlesw. -Hoist . 


1,602 




Bremen 


12,060 




Import 


0,090 


143,607 


Hamburg 


10,714 




Bremen 


14,990 


. 


Nordrh.-Westf. 


5,000 


30,704 


Hamburg 


45,706 




Niedersachsen 


1,553 


■ 


Nordrh.-Westf. 


0,608 




Bremen 


3,805 


51,672 


Bundesreserve 


76,346 




Hamburg 


243,751 


320,097 


Import 


235,348 




Hamburg 


243,541 




Niedersachsen 


418,290 




Nordrh.-Westf; 


29,170 




Schlesw .-Hoist r 


298,718 




Bayern 


103,583 




Baden-Wiirtt . 


16,233 




Interzonen 


157,598 


1.502,481 



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SEinE LftnDER MID PROVinZEn 






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PETER HOWARD 



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DEUTSCHER STADTETAG 



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Gewerbesteuer- 
Senkung? X-DD259 > 

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Frew: Publications Procurement 
pfiice, 




Dimitrij Alexa 



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Kommunismus 
in der Krise 



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Sonderveroffentlichung: Der akumiia Osten 






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MONATLICHE BIBLIOGRAPHIE 

fiir die Fadigebiete 

PRAHISTORIE 
KLASSISCHE, ORIENTALISCHE, CHRISTLICHE ARCHAOLOGIE 

ALTE GESCHICHTE 
KLASSISCHE, ALTORIENTALISCHE PHILQLOGIE 
ANTIKE RECHTSGESCHICHTEy 
ANTHROPOLOGIE / ETHNOLOGIE / FOL.KLO 



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bearbcitct 






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CARL CHRISPEELS und RUDOLF HABELT 



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Jahrgang 1 



1956 



Heft 1 



RUDOLF HABELT VERLAG /BONN 




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Seranntwfuno 



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Red Strategy 

of 

Parliamentary Conquest 



Emanuel Pollack 



PREB3 

: aH5BS25H5H5E525E52! DcSuV iSSBSBSBBBB 
PUBLICATION 



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FRIEDRICH SA1ZMANN 



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tmsciek Ost and West 



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Referat, gehalten auf der Jugendtagung der 

OSTERREICHISCHEN FRE1WIRTSCHAFTLICHEN UNION 

in VVien am S. Mai 1956 



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ALWIN MUNCH MEYER 



President of the 



HAMBURG CHAMBER OF COMMERCE 

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Address before 



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"Versammlung Eines Ehrbaren Kaufmanns 



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zu Hamburg e.V." 



December 29 th 1956 



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SOZIALDEMOKRATIS4 

VORSCHLAGE 

ZUR WIEDERVEREINIG 



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DR. FRANK BUCHMAN 



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VOLKER 

DIE NICHT DENKEN 

WOLLEN 



EINE WELTRUNDFUNKANSPRACHE 
4. JUNI 1956 



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Faksimile-Wiedergaben aus der Fadiliteratur und Tagespresse der Sowjetzone, zusammen- 
gestellt von der Publikationsstelle de* Bundesministeriums fur gesamtdeutsche Fragen 



L 



Wissenschaft und Religion 

Eln Aufsatz aus der Sowjetzone 

Vorbemerkung 

Aus dem hier abgedruckten Artikel von Heinrich Schwartze. 
(Leipzig) ist nicht mit Sicherheit zu entnehmen, ob ihmdie 
sein Thema betreff ende, iiberaus reiche Literatur, von der 
wir unten nur eine Auswahl deutscher Autoren anfiihren, tat- 
sachlich unbekannt ist oder ob er diese Kenntnis rtur ver- 
schweigt. Denn das Gesprach zwischen den wissenschaftli- 
chen Disziplinen, zwischen Naturwissenschaft, Philosophie 
und Theologie ist im 20. Jahrhundert von keiner der betei- 
ligtenSeitenalseinendgiiltig entschiedener Prozess beisei- 
tegelegt worden, sondern gerade in den letzten Jahrzehnten 
mit erstaunlicher Intensitat ohne Unterbrechung weiterge- 
fuhrt warden, wobei gerade von Seiten derNaturwissen- 
schaftauszuder Besinnung iiber Moglichkeit und Grenzen 
ihrer Aussage wesentliche BeitrSge geleistet worden sind. 

Heinrich Schwartze versucht durch Zitate der theo- 
logischen Literatur, die von Thomas von Aquino bis 
zu Karl Barth reichen, die katholische Haltung zu die- 
ser Frage auf die einf ache Formel zu bringen, dafl die Giil- 
tigkeit einer naturwissenschaftlichen Aussage erst durch 
eine Lehrentscheidung des Papstes perfekt wurde, wShrend 
der Protestantismus die Wissenschaft ihrer eigenen Verlo- 
renheit Uberantworte und sie nicht einmal mehr der Pole- 
mik wUrdige. 

Bei diesem summarischen Verf ahr en gerat die historische 
Dimension aufier Betracht, und der Ton selbstzuf riedener 
Genugtuung, mit der der Verfasser sein Fazit zieht, macht 



Die „Aussdinitte" ersdieinen in zwangloser Folge und begrenzter Auflage. Sie werden, je nach dem Gegenstand 
der einzelnen Ausgabe, an Fadiinferessenten abgegeben und konnen, soweit die Auflage reicht, bei der Publika- 
tionsstelle des Bundesministeriums fOr gesamtdeutsdie Fragen in Bonn, Bottlerplatz 3, angefordert werden. 



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BURGERKRIEGSUBUNGEN 
DER SED-KAMPFGRUPPEN 
IN DER SOWJETISCHEN ZONE 




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Kampfgruppenkommandeure 
besprechen den Einsatzbe- 
fehl mit einem Polizeioffizier 



Bilder von der Kampfgruppeniibung in und bei Halberstadt am 26. Januar 1957 

.4 



■29 



L 



die Kampfgruppen der 

Arbeiterklasse in jeder Beziehung zu 
star ken und alle MaBnahmen fur 
eine griindliche Ausbildung im Orts-, 
StraBen-und Hauserkampf zu treffen" 







erausgegeben von der Publikationsstelle des Bundesministeriums fiir gesamtdeutsche Fragen 



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EUROPA HAT SCHON BEGONNEN 



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„ . . . achte auf den Anderen!" 



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MUSTERVORTRAG 
zum Thema der Verkehrssidierheitswodie 1 957 

mit 18 Bunt-Dlas im Verleih der Bandesverkehrswadit 



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Dr. ENNO BECKER 

Gesdiaftsfiihrendes Vorstandsmitglied 
der Bundesverkehrswacht e. V. 



undesverkehrswacht e.V. 
Bonn, Rheinweg 97 



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Zur Aufklarung! Bitte weitergeben! 
/ Aus dem Gesundheitswesen 



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LiGr oerUi der medizinisch=technischen, 
Diatr und landwirtschaftlich=technischen Assistentin 



und ihre Bedeutung 
im Gesundheitsdienst 



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DEUTSCHE ANGESTELLTEN.GEWERKSCHAFT 

TECHNISCHE ANGESTELtTE UND BEAMTE 
HAMBURG 36 ■ H OI.STENWALL 3-5 



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%ur ^Zrage einer 
/geuordnung 

des Ifetuflldjen 

j/guflfildungnvesens 

unter besonderer Berikksichtigung 
des kaufmdnnisdien Berufes 






ABTEILUNG BllDUNGSWESEN BEIM HAUPTVORSTAND DER 

DEUTSCHEN ANGESTELLTEN-GEWERKSCHAFT 



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Gutes Geld 
ist wichtiger 
als„mehr"! 






Ein Leistungsbericht 

vor dem Deutschen Bundestag 



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30JAHRE 

VERWALTUNGS- UND 
SPARKASSENSCHULE 
DER STADT KDLN 



EIN BERICHT 



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Von H«*»A* 



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vera* ©aw. SotSr dip x.veltkrleg gefBhi* *ord®n war. Die Folgea ale 
*4 „«.«»• »««»» aAAB«4eun& fu*» Eauoun. b*s*ante«w&iM»n vertieeread. imfioad 



dlsaer aaeh Beeadlgiws »» ^^^J*^®** 8 *®?,* 
Puakte,dle At oeefsgea a. a. -£.,.. all© Velker a^bea dad Heeat aaf xrol© 
S^bstba«tlaia«Mt#«.i.ui3^»«««* , *«* , »^ 1 va a « ,el1 laitfeade yertF?Mgea*t©a©; 
S2«»RS^«,€^Stl» u,a. naea ©la Vsrtrsg «4» svlacaea 81»v<*©» and 
fiekeeaaaTiaf yeraalaesaas dee U.S. Praaid«afc«a Ifcodrow irileea la 
Su?5£Js iw 3*~ SflMi 3e.Ju»4 ^gjeealoesea ^ *** ay* *©1* 
©!*f» die Sseaeeneo ©it 1*8* Kaaaryfe aad Of, Beaeaea as der S&ltse, 
fcaltecaaaaalg Q^mohm hmb«*.Ol©a©r f**»S *!£*! ** «f^hfiii?«S* 
die elowsklaehe Hitioa d.a« di«s© verier die ©raoffte Gleienstellang 
ml* SSTtSZShm Si die Selaetaeetiamaasjreeat. K«aa |w % &*»& 
faeaeefto-Slo^ ~Oc^»ei?et 48 Stuadea ©ouveMa ge^Mea *s£*k|& fleee 
iJlSSS&H^rBetras and Hinaerlljt aa* •J^L^ZS^L'iSL 
dee Salaat^atl^iasereeatee J** 4 ? "fi m *%t ,££^?^rS^J?^ 
BlatarXie* ««f Kostea de* Frelaeit aaddes s |JJ®*^J*^ ri |^^^ 
A+m a it Mliiioaea deafceehea Ureia*©aa©ra la Boaa«a s Maarea,Sealesiett 
aad & SoiiST^SXTSua »lrd 3*der ;eraSatU f e ttgkiiiivMli 
«s aoea ©in oder dea aaderea giat la der freiea Walt^-leti eeloet 
J5eme daraa,- and Jed©* Politlke» f PuaU«lej aej. f«^^f t *£.* 
Kanataia aeamea das des sl©*akl«©a©a Volke® Kax&t ua frelaeit and 

«SIS^ idSXra !©»• *1* voa alewakieeaea folk© i* SlaM aad deft 

M^iVmW modems Vol*©rr©cht*« die •^•JVffi^'ifi? ' 
urnm awptfBLlK* Kearfiadet worden w«r.01e©e© aeeat st aad aad ateht 



WiTlSi 1!PUBLIK» gessfiade* worden w«r.01e©e© Reea% sreaaa una **©a* 
heuteaeehtoer mt T2t© der ©I©vaU.s©aea B&tioa,d.A. aLao dag die 
aiftw-k±«efee a^ubllk voa IS 3D tagefiwssea berelte voa SB H---tloaen 

SSSaea Srlgaa die TOlkerreeatebraeaaaade* d^r Eateat© von i$1B 

IStea sraatlsea U® Ewadeeaaar sara ¥altkrl^ Nr.II gesSadet,Sa5te 

P*rieer Friedemsfcoalw^a* tu*».....diose Fa&rt eadet alt dea JJ^Otea x 
^^Teder der ereeftfitteradetea Sr^dle der gaawsea aesealchte^.* 
Sd el'war it hm let^tere »ur ****•« genDrdea^ers^ll^ wid 



Gera^a war^a die BratsstaUe Hm feltkrleg fir. II g«w>rd«a.Ba& atav 
aber ^fseleaead «a»lea^iea vnllea dta s^teehea ©18 aad t©45 kelae 
piSiAelle I^Sa derlSre eia Sar* Z ls«aea Vereallles aad St.Oenrytf 

d L «4S vurdea «*ewaels TOlkerw^htearaeatifladeB rea staatffl^aaera- 
lie telle SS^ee«!Se|Lii» aad de«l* ma^ealelWLiea if* Zuadachnr. 
S elaeavSSriee Br. Ill «attfad«t. o««l« ^^^^S* W JlS? a i?iJ« b 
-»nd*«. oi > f^aee velt veadet «WU noaae »a iae»lae,aieAt «lleia n 

!l?!fill*r««^Vt ™d««« alt Hoffaaasea aad Seaeavterdoa. Dl© Haa©. 
•tlef i^J^lll™S^/tpi*ea7dl^teim*Uc>eea »«»SU nmh tJatjrfc 
SIS £1 mT E»*afean *a Lelb aad Seel© e*w«rt«a ron aae Reilaag.tmd ■ 
a^53f»iS5S&^^S^^ J.art«a kelaea MM.. jj 

>-x K^2 aielt 5S5 dieeelbe R>t,dl^aU»*a IterdewaBjj *i; twj. 
(^ Sun»! «L«d5w a^efe dea WelUrlae BrwXI a. a, «•* •»**•"*?•"* 



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1956 / 1957 
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l.Oktober 1956 - 31.Dezember 1956 















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AKTIENGESELLSCHAFT FUR BERGBAU UND CHEMIE 
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Appellation 






an die gesunde Menschen-Intelligenz ! 



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Die unter der Bezeichnung „Die deutsche Volksbewegung" zusammengeschlossenen 
Personen wollen dahin wirken, daB sich alle Menschen gegenseitig helfend unter die Arme 
greifen und im Falle einer Not menschlichen Beistand leisten. Um dies Ziel zu erreichen, brauchen 
wir eine einhedtliche Richtlinie unter dem Motto: / 

JWahrhaftiges Menschentnm 

im urspriinglichen Familien - Sinn 

Es ist ein Ubel, wenn sich deutsche Menschen des Mammons wegen gegenseitig bekampfen und 
jeder den Nachsten wirtschaftlich iibervortedlen will. Dadurch entsteht ein Kampf Aller gegen 
Alle und am Ende dieses Weges steht ein alles Leben vernichtender Krieg. Diese Entwicklung 
ist unsmnig, entspricht niemals der Wurde von Geist-Wesen und ist zudem alien geistigen, techni- 
schen und psychologischen Erkenntnissen gegeniiber blutiger Hohn. 

Wir Menschen guten Willens protestieren dagegen, daB die Menschheit durch die uberhohten 
Steuern einerseits und durch die hochverzinslichen Bankkredite andererseits um den Ertrag der 
eigenen Arbeit geprellt wird und nie wirklich vorwarts kommt. Auf diese Weise wird die ge- 
sunde Substanz eines jeden Volkes vernichtet, der tragende Stamm einer Nation ausgehohlt, so 
daB zum SchluB nur noch wenigen Reichen eine Riesenzahl entrechteter Knechte gegeniibersteht. 

Wir appellieren daher an die Einsicht aller Bauern, Landwirte und die Denkfahigkeit des 
Mittelstandes, an die Vernunft der nicht proletarischen Arbeiterschaft und an die mit Intelli- 
genz begabte geistige Elite, uns in diesem entscheidenden Kampf e ohneWaffen zur Uber- 
windung des Unrechts, der Xchtung aller Kriege und samtlicher Atomwaffen beizustehen. Die 
genannten 4 Grundstande haben alle dasselbe gemeinsame Interesse, die Steuer- und Zinsbela- 
stung raubt unser aller FleiB, der dem GroBkapital fur Zwecke der Aufriistung in den unersatt- 
lichen Rachen geworfen wird. Eine Politik der Starke ist im Zeichen der Atombomben offen- 
sichtlicher Selbstmord. Wir konnen nur weiterleben, wenn wir uns gegenseitig achten, das 
ewige Sittengesetz beachten und sowohl die Eigenart des Nachsten als auch der Nachbarvolker 
anerkennen. 

Das ist dann praktische Nachstenliebe, die wir nicht mit tauben Ohren horen, sondern lebendig 
uben sollen. Niemals kann es dem Volksganzen gut ergehen, solange ein Grofiteil desselben 
schlecht behandelt, miBachtet oder mit FuBen getreten wird. Wir haben es satt, um des Macht- 
rausches weniger Manner willen bis zum Umfallen zu schuften oder fiir den krankhaften Geiz 
des herzlosen Leihkapitals zu sterben. 

Mit schonen Worten von der Kanzel herunter und mit gelenkten, schlagwortartigen PresseauBe- 
rungen ist uns nicht geholfen, ebensowenig durch das Eigenlob einer sich selbst bewundernden 
Regierung. Es ist eine Schande, wenn sich intelligente Menschen von einer kleinen Clique als 
Sbldnerknechte miBbrauchen lassen. Fern vam SchuB ist gut hetzen, die gegenwartigen Metho- 
den in Politik und Wirtschaft erscheinen uns als bar jeder menschlichen Vernunft. 

In Mitteldeutschland leben 18 Millionen Menschen, die trotz ihres vorwiegend protestantischen 
Glaubens ebenfalls Deutsche sind. Wir konnen diese nicht als Luft betrachten, nur weil sie eine 
andere Vorstellungswelt haben. Es gibt nur EINEN GOTT und ebenso nur ein Gesamtdeutsch- 
land! Um Auslegungen und Ideologien streiten meistens nur solche Manner, die Menschensat- 
zungen iiber alle Sittengebote stellen und Angst um die eigene, eintragliche Stellung haben. 

Wir protestieren daher energisch gegen den MiBbrauch der Christusbotschaft von 
Frieden auf Erden fur parteipolitische Machtgeluste. Wir wollen Vorbilder, die nicht befehlen, 
sondern mit gutem Beispiel vorangehen und ihre Idee dadurch zur Nachahmung empfehlen; die 
dem ganzen Volke dienen, anstatt es in ein grauenhaftes Chaos der Atomisierung zu fiihren. Wir 
brauchen Menschen mit Pflichtgefuhl und Gewissen, die unfahige Schwatzer und gekaufte 
TCrpa+nrpn ablosen. 



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Kampf deiti KZ-Regime 
Hilfe fur seine Opfer 



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Die KAMPFGRUPPE GEGEN UNMENSCHLICHKtIT e. V. (Post- 

jdieckkonto Berlin-West Nr. 154 50) ist alt gemeinnuhig 

onerkannt und von der Korpersehaftssteuer usw. befreit. 

Spenden, die ouf diesem Konto oder in bar eingezahlt lind, 

werden fiir die Gesamtorbeit der KgU verwandt. 

Spenden, die aussdilieBlich fur die caritative Arbeit der KgU 

bestimmt sind, bilten wir auf das Konto: 

„Pakethilfe der Kampfgruppe gegen Unmensohlichkeif, 

Hannover, Postsdieckkonto 1324 24, einzuzahlen. 

Spenden sind fiir den Spender steuerabzugsfohig. 

KEIFT UNS ARBEITEN! 



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BERLIN-NIKOLASSEE 

ERNST-RING-STRASSE 2-4